Donnerstag, 24. Mai 2012

Feinschmecker kaufen Korona


Andreas Beck ist mit der Ernte zufrieden. Foto: Schmid
Andreas Beck ist mit der Ernte zufrieden. Foto: Schmid

Eberdingen (phs) – Die Erdbeerzeit hat wieder begonnen. In Württemberg wurden bereits etwa 4000 Tonnen der roten Leckerei gepflückt, in Baden sogar 10000 Tonnen. Und auch auf den Feldern des Eberdinger Obstbauers Andreas Beck ist die Ernte in vollem Gange. Zum Einsatz kommen hauptsächlich Erntehelfer aus Polen.

„Die Erdbeerernte läuft im Moment sehr gut“, sagt Andreas Beck, der in Eberdingen auf rund neun Hektar Ackerland Erdbeeren anbaut. Er kann zufrieden sein: Bisher haben seine Mitarbeiter – zum größten Teil Erntehelfer aus Polen – etwa 10 bis 15 Tonnen Erdbeeren gepflückt. Das ist aber noch längst nicht alles. „Wir befinden uns noch im ersten Drittel der Ernte“, sagt Beck.

In den vergangenen Tagen sind die ersten Erdbeeren reif geworden. „Durch Abdeckungen aus Vliesstoff und Folie konnten wir erreichen, dass die Pflanzen schneller wachsen und treiben“, erläutert der Erdbeeren-Experte. Die nicht abgedeckten Pflanzen seien in frühestens acht Tagen reif. „Und in etwa drei Wochen können wir die Früchte der Pflanzen ernten, die wir mit Stroh abgedeckt haben“, sagt Beck. Der Pflanzenwuchs werde durch das Stroh verlangsamt: „Die Sonne heizt den Boden langsamer auf und die Pflanzen entwickeln sich dadurch nicht so schnell.“

Mit den drei unterschiedlichen Anbauvarianten möchte Beck erreichen, dass er über einen möglichst langen Zeitraum frische Früchte im Angebot hat. Wer seine Erdbeeren dennoch lieber selbst pflückt, kann in etwa einer Woche Hand anlegen. „Wir haben eineinhalb Hektar für Selbstpflücker“, sagt Beck. In manchen Jahren seien pro Tag beinahe 100 Pflücker auf den Feldern unterwegs gewesen. Aber eines sei sicher: „Die Erdbeeren gehen uns nie aus“, sagt er.

Im Beck-Angebot sind zur Zeit zwei verschiedene Erdbeer-Typen. Die Sorte Clery aus Italien und die Feinschmeckervariante Korona, die ihren Ursprung in den Niederlanden hat. Die Clery-Erdbeeren sind einfach zu pflücken und gut im Geschmack, deshalb sind sie etwas günstiger als die Sorte Korona, die eine extrem dünne Haut hat. „Dadurch sind sie weicher und damit schwieriger zu ernten“, sagt Beck und fügt hinzu, dass die Korona-Erdbeeren dafür aber das beste Aroma überhaupt hätten. In den kommenden Wochen werden weitere drei Sorten ins Angebot aufgenommen.

Was er für die rote Leckerei verlangt, orientiert sich an den üblichen Marktpreisen. „Wir sind aber auf einem anderen Niveau als der normale Handel“, sagt Andreas Beck. Dieser Tage liege der Preis für ein Pfund Erdbeeren zwischen 1,70 und 2,70 Euro. „Bis in ein paar Wochen werden die Preise noch steigen“, erläutert er. Im Hochsommer werde er nicht unter einem Mindestpreis verkaufen. Wie hoch dieser Preis ist, bleibt allerdings sein Geheimnis. Die Erdbeeren der Eberdinger gibt es übrigens nicht nur direkt im Hofladen: Andreas Beck beliefert fünf eigene Verkaufsstände in der Umgebung, einige Supermärkte und den Stuttgarter Großmarkt.

  • Am Sonntag (1. Juni) findet in Eberdingen zum sechsten Mal das Erdbeerfest statt Es werden unter anderem Führungen durch die Erdbeerkulturen von Beck und Kinderreiten angeboten. Los geht’s um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Halle.

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