Ideenpark: Süßigkeiten aus Johannisbeersaft
Stuttgart (awa) – Miriam, Julia und Joschua Kurth haben sich mit Karin, Larissa und Raphael Hippchen aufgemacht, um den Ideenpark zu entdecken. Sie haben unter anderem einen Torwart-Roboter bestaunt und Süßigkeiten aus Johannisbeersaft hergestellt.
Miriam Kurth und Karin Hippchen sind mit ihren Kindern und der VKZ beim Ideenpark. Das Erste was sie dort zu Gesicht bekommen: Lange Schlangen vor Schlaulopolis. Doch davon lassen sich die beiden Familien nicht unterkriegen, schließlich waren sie aus den Medien darauf vorbereitet. „Dann schauen wir uns eben zuerst alles andere an”, sagt Miriam Kurth.
Bei einer Station in Halle fünf macht die kleine Gruppe schließlich halt. Man soll hier Töne aus dem Erdinnern, der Natur, der Wüste, der Stadt, dem Wasser, der Bewegung oder der Luft und dem Weltraum erkennen. Joschua Kurth, der Kleinste der Gruppe, stürzt sich sofort auf den dazugehörigen Kopfhörer. Die anderen scharen sich um ihn und helfen bei den Lösungen. Doch diese Station verliert bald den Reiz und die beiden Familien stürzen sich ins Gewimmel.
Vorbei geht’s an Technik für Hirngefäße, Sensor Unterwäsche und Alterssimulatoren. An einem Gitter bleiben die Jungs wie gebannt stehen. Was sie sehen, ist die teilweise Nachbildung eines Fußballfeldes. Im Tor steht allerdings kein Mensch, sondern ein Roboter, der beim Elfmeterschießen einen Ball nach dem anderen hält.
Selbst aufs Tor schießen dürfen die Beiden aber nicht. „Schau dir die vielen Leute an, das würde viel zu lange dauern”, sagt Miriam Kurth. Karin Hippchen meint: „Die Leute sollen jetzt Mittagspause machen, damit wir Platz haben.” Da den Frauen alles etwas zu technisch ist, bricht die Gruppe ihren Rundgang ab und versucht erneut sein Glück an den Toren zur Bildungsstadt Schlaulopolis – mit Erfolg.
„Tropfe den Johannisbeersaft vorsichtig mit der Spritze in das Gefäß”, leitet am ersten Stand eine freundliche Dame Julia Kurth an. Das Glas, auf das die Frau nun zeigt ist mit einer durchsichtigen Calciumlactat-Lösung gefüllt. Neugierig befolgt Julia die Anweisungen. Die Tropfen aus Natriumalginat – ein Zucker, der häufig als Verdickungsmittel in Kaltspeißen wie Pudding verwendet wird – und Johannisbeersaft schwimmen nun als lila Punkte in der Flüssigkeit umher.
Julia gießt den gesamten Inhalt des Gefäßes durch ein Sieb. Staunend starren die anderen Standbesucher auf das Ergebnis: Die Tropfen fließen nicht wie der Rest der Lösung durch das Sieb hindurch, sondern bleiben als kleine glibbrige Kapseln hängen. Ein wenig mag das an Froschlaich erinnern, doch Joschua Kurth sieht das ein bisschen anders: „Wie kleine Gummibärchen”, meint er begeistert. Und in der Tat, man kann die festgewordenen Johannisbeertropfen auch essen. Sie werden in ein mit Wasser gefülltes Glässchen gekippt und Julia darf die süße Nascherei auslöffeln. „Hmm, lecker!” Genießerisch verzieht sie das Gesicht.
Während die elfjährige Larissa Hippchen mit verschränkten Armen zusieht, basteln Julia, Raphael und Joschua am nächsten Stand mit Begeisterung an ihren Wasserlupen. Mit der Schere wird aus Pappe eine Lupe ausgeschnitten, die Aussparung mit Folie beklebt. Zu ihrer Überaschung können die Kinder feststellen, dass ein Prospekt viel größer erscheint, wenn man auf diese Folie eine kleinen Wasserberg aufschichtet – eben wie, wenn man durch eine Lupe blickt. „Und warum ist das so?”, fragt eine blondhaarige Frau, die für diesen Versuch zuständig ist. Jouschua weiß die Lösung: Der Wassertropfen bildet eine Erhebung. „Und die verteilt das Licht anders als eine glatte Fläche“, ergänzt die blonde Frau.
Alice Watmann
