Roßwag (ub) – Die Vorfahrtsregeln ignorierten manche Fahrer am Samstagmorgen in Roßwag. Trotzdem gab es einen Gruß vom Straßenrand von einigen Zuschauern. Am Wochenende knatterten Oldtimer durch die Region.
Zum zehnten Mal gingen die Teams bei der ADAC Rallye Stuttgart Historic auf die Tour durchs Ländle. Angehalten wurde im Raum Vaihingen nicht. Einen Blick auf die seltenen Fahrzeuge konnten die Interessierten dennoch in Eberdingen, Nussdorf, Aurich, Roßwag, Illingen, Ensingen, Horrheim, Gündelbach und Häfnerhaslach erhaschen, denn durch diese Orte führte am Samstag die Route vom Start- und Zielort Stuttgart.
Jedes Jahr sind dabei neue Routen garantiert. Bei der Jubiläumsrallye fuhren die Teams diesmal von Stuttgart aus unter anderem durch die Region Franken, die Löwensteiner Berge und den Schönbuch. Zwischenstopps in verschiedenen Orten sorgten dafür, dass auch die Zuschauer die rollenden Schmuckstücke genauer in Augenschein nehmen konnten.
85 Teams hatten sich gemeldet. Die Bandbreite an Fahrzeugtypen war so erneut groß. Ältester Wagen war ein BMW 315 Cabrio (Baujahr 1936), weitere Schmuckstücke waren unter anderem ein Mercedes 300 SL Flügeltürer (1955), ein Borgward Hansa 1500 (1950), der Designmeilenstein Ford Taunus 1711 (1962), ein Opel Kapitän (1963) und ein Jaguar MK II (1963).
Bei einer historischen Rallye kommt es nicht auf das Erzielen von Höchstgeschwindigkeiten an – im Gegenteil. Bei den Gleichmäßigkeitsfahrten wird derjenige belohnt, der seinen Oldtimer auf den einzelnen Abschnitten möglichst nahe am vorgegebenen Schnitt (meist um die 40 km/h) fährt. Des Weiteren war ein touristischer Wettbewerb ausgeschrieben. Hierbei mussten die Starter bestimmte Ziele ausfindig machen und Fragen zu Land und Leuten beantworten.
