Kleinglattbach (elf) – Seit ein paar Tagen hat auch Kleinglattbach ein „Großes Haus“. Das Enzweihinger Wahrzeichen diente als konzeptionelle Vorlage für das Kleinglattbacher Rathaus. Dort haben jetzt der Musikverein und der Jugendhausverein Räume für Sitzungen und Übungsstunden erhalten. Weitere Umbaumaßnahmen sind derzeit im Gange.
Die Freude war den Vereinsverantwortlichen Alexander Renz (Musikverein) und Patrick Widmann (Jugendhausverein) ins Gesicht geschrieben, als Ortsvorsteherin Sieglinde Kühnle ihnen die Schlüssel für ihre neuen Räumlichkeiten überreichte. Ein Akt, den sie gerne vollzog. „Schließlich“, so die Ortsvorsteherin, „tragen die Vereine viel zum kulturellen Leben bei.“
Anderthalb Jahre hat es gedauert, bis die Räume im ersten Stock des Rathauses bezogen werden konnten. Möglich wurde dies, da eine der vier Wohnungen – zwei sind bewohnt, in einer befindet sich eine Massagepraxis – frei wurde. Die Raumnot beim Musikverein und beim Jugendhausverein war groß. Während die Verantwortlichen des Musikvereins ihre Sitzungen in Privathäusern abgehalten haben, mussten die Funktionäre des Jugendhausvereins den großen Raum im Jugendhaus für ihre Besprechungen stundenlang vorheizen.
Das Große Haus in Enzweihingen hat der Ortsvorsteherin schließlich den Denkanstoß gegeben, in der freien Wohnung Platz für die beiden Vereine zu schaffen. Mit Unterstützung der Stadt konnten die Räume renoviert werden, die Vereine sorgten für den Anstrich. Zwei Zimmer stehen nun dem Musikverein zur Verfügung: ein Raum für die Musikerausbildung und die musikalische Früherziehung und ein Raum für Noten und Uniformen. Im dritten Raum gab es einen Besprechungs- und Büroraum für das Jugendhaus. Jeder Raum hat auch einen Internetanschluss bekommen. Die (gespendete) Küche kann von beiden Vereinen gemeinsam genutzt werden.
Ursprünglich war in der Wohnung auch ein Raum für die Vaihinger SPD vorgesehen, die seither im Erdgeschoss der Verwaltungsstelle tagte. Da sich die Sozialdemokraten aber nach einer Alternative im Vaihinger Rathaus umgesehen haben, gab es mehr Platz für die Verwaltungsstelle, die aus allen Nähten platzt. So gibt es zum Beispiel im Erdgeschoss einen Raum, in dem Fundsachen, Schränke mit Büromaterial, Weihnachtsbeleuchtung, Mülleimer und ein Kühlschrank untergebracht sind. Der Raum ist derzeit nicht begehbar.
Daneben befindet sich der ehemalige Raum der SPD, wo im Moment renoviert wird. Hier soll die Ortsvorsteherin ein Büro bekommen und gleichzeitig ein Besprechungsraum für die Rentenberatung entstehen. Auch Schränke mit Büromaterial sollen hier aufgebaut werden und somit für Entlastung in den anderen Zimmern sorgen. Ortsvorsteherin Kühnle spricht von einem „zweckmäßigen Raum“, in dem sie nicht viel Platz für sich beanspruche: „Ich brauche dort keine Residenz.“
