Ensingen (ner) – „Unser Dorf hat Zukunft“ war umfangreicher Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Ensinger Ortschaftsrat. Mit dabei war Franz-Josef Scherf, Leiter des Fachbereichs Natur, Raumentwicklung, Wirtschaft beim Landratsamt Ludwigsburg.
Vor der Sitzung hatte Scherf sich zusammen mit Ortschaftsrätin Maria Hilgers und Ortsvorsteher Werner Rohloff bei einem Rundgang durch Ensingen einen ersten Eindruck von den augenblicklichen Gegebenheiten verschafft. In seinen Ausführungen machte Scherf deutlich, dass eine Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ als Gemeinschaftsaktion von der Bevölkerung mitgetragen werden müsse und eine längere und gezielte Vorbereitung erfordere. Bewertet würden die Entwicklung des Ortes und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Bauentwicklung im Dorf, Grüngestaltung und Grünentwicklung sowie das Dorf in der Landschaft.
Seiner Meinung nach lege die Bewertungskommission besonderen Wert auf die Baugestaltung und -entwicklung sowie die Grüngestaltung und -entwicklung. Indirekt gab er dem Ortschaftsrat zu verstehen, dass für eine Teilnahme am Wettbewerb 2008 - 2010 die Vorbereitungszeit zu kurz sei und er deshalb die Bewerbung zum jetzigen Zeitpunkt für wenig sinnvoll erachte. Der Ortschaftsrat wird sich in der nächsten Sitzung erneut mit der Thematik befassen und danach über Teilnahme oder Nicht-Teilnahme entscheiden.
Die Ensinger Grundschule möchte in Zusammenarbeit mit dem Musikverein Ensingen an der Schule eine Bläserklasse einrichten. Claudia Wagner, Elke Staiger und Rektorin Heide Bolter stellten dem Ortschaftsrat das geplante Projekt vor. Begonnen werden soll im kommenden Schuljahr mit zwölf Schülern der Klasse 3 der Ensinger Grundschule. Die Gruppe könnte dann in Kooperation mit der Horrheimer Grundschule und dem Musikverein Horrheim auf 20 Schüler erweitert werden. Die Teilnahme an der Bläserklasse sei verpflichtend. Finanziert würde das Vorhaben durch Elternbeiträge und Sponsoren. Bei der Beschaffung der Instrumente hoffen die Initiatoren auf die finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Der Ortschaftsrat begrüßte das Projekt und wird es im Rahmen seiner Möglichkeiten ebenfalls unterstützen.
Bei den Mittelanmeldungen für den Haushaltsplanentwurf 2009 hielt sich der Ortschaftsrat vor allem an die Punkte, die in den Jahren zuvor nicht erledigt worden waren, meldete aber auch neue Wünsche an. Es sind dies unter anderem die Renovierung von Fassade und Fenstern des Ensinger Rathauses und Einbau einer umweltfreundlichen Heizung, die Sanierung des Daches und Erneuern des Bodens in der Forchenwaldhalle, die Wärmedämmung des Daches und Sanieren der Fenster im Feuerwehrgerätehaus, die gründliche Überholung von Schanzreiterweg, Brahmsweg, Beethovenstraße und Belreinstraße, die Instandsetzung von Weinberg- und Feldwegen sowie Maßnahmen aus dem dörflichen Entwicklungskonzept.
Während der Pfingstferien sollen die vorgesehenen zwölf Parkplätze auf dem Gelände der Grundschule entlang der Hinteren Hofstraße angelegt werden. Der Ortschaftsrat stimmte den Ausbauplänen des Tiefbauamtes einhellig zu.
Die „Bekanntgaben“ umfassten die Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen und Geschwindigkeitskontrollen, die neuesten Einwohnerzahlen (2585), Antworten der Verwaltung auf Anfragen aus dem Ortschaftsrat und das Anliefern von Grasschnitt auf der Deponie „Burghof“ (auch kleine Mengen von Grasschnitt können von Privatleuten aus dem Stadtgebiet weiterhin kostenlos auf der Deponie abgegeben und entsorgt werden). Außerdem wurde über den „Tag der offenen Keller“ am 18. Mai informiert, die Wiederbelebung des Vereins „Jugendhaus“ zur Schaffung eines Jugendtreffs kam zur Sprache und auch das Ergebnisprotokoll von städtischen Ordnungsbeamten und des von der Stadt engagierten privaten Sicherheitsdienstes über Kontrollen an den verschiedenen sogenannten „Brennpunkten“ in Ensingen.
