Abschlussübung der neuen Feuerwehrleute
Enzweihingen (aa). „Gut gemacht! Ich hab keine groben Fehler gesehen", lobte Ausbilder Hanno Diekmann nach der Abschlussübung der Feuerwehr-Truppmann-Ausbildung.
Am Samstag stellten 21 angehende Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau im Alter zwischen 17 und 45 Jahren unter Beweis, was sie in einem 80-stündigen Lehrgang gelernt hatten. Treffpunkt Leinfelder Straße in Enzweihingen. Ein Pkw ist an einen Posten geprallt, der Fahrzeugführer ist eingeklemmt. Und gleich darauf brennt es bei einem nahe gelegenen Firmengebäude. Vor den Augen von Oberbürgermeister Gerd Maisch, Stadtkommandant Thomas Fais und zahlreichen Wehrleuten können die jungen Leute ihren Leistungsstand unter Beweis stellen.
In den letzten Wochen haben sie an 14 Abenden und sechs Samstagen heftig geübt, auch eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert. Der Lehrgang mit Teilnehmern aus Aurich, Enzweihingen, Gündelbach, Kleinglattbach, Riet, Oberriexingen und Güglingen wurde in Vaihingen unter der Leitung von Hanno Diekmann und den Kreisausbildern Kurt Zoller, Frank Gutjahr, Bernd Schubert, Bernd Dürr sowie dem angehenden Kreisausbilder Stefan Utz in Theorie und Praxis durchgeführt. Die sechs Gäste aus Güglingen stellten ein Novum dar: Erstmals gab es eine kreisübergreifende Maßnahme. „Alle waren motiviert“, freuten sich die Ausbilder. Kein Wunder, dass die ganze Truppe die theoretische Prüfung, die bereits am Donnerstag abgelegt wurde, bestanden hat.
Auch in der Praxis gab es am Samstag in Enzweihingen keinen Hänger. Routiniert wurde der eingeklemmt Fahrer mit Hilfe von Spreizer und Schere aus dem Golf befreit und auf dem Rettungsbrett abtransportiert. „Wenn er jetzt runterfallen würde, das wäre blöd“, scherzte Hanno Diekmann. Doch der Verletzte fiel natürlich nicht herunter.
Gleich anschließend musste der andere Teil der Lehrgangsteilnehmer einen Flächenbrand vor einem Betriebsgebäude löschen und dabei Wasser aus dem Strudelbach ansaugen. Diekmanns Meldung nach dem Einsatz an Standbrandmeister Fais: „Feuer aus, Übungsende.“ Und die Frage an den Chef: „Wurden Fehler gesehen?“ Antwort Fais: „Nur Materialfehler.“ Zur Erklärung: Beim Löschangriff platzte wie bestellt ein Schlauch. Die Wasserfontäne war gewaltig. Und die Zuschauer hatten ihre Freude.
