Mittwoch, 23. Mai 2012

Straßenbauplanungen im Raum Vaihingen








Die Birken müssen weichen. Fotos: Arning
Die Vaihinger Straße wird saniert.

Birken müssen weichen
Horrheim/Kleinglattbach (aa). Dem Landrat schwant schon der Protest, wenn die Birken an der Kreisstraße zwischen Kleinglattbach und Horrheim gefällt werden. Doch sie sollen wirklich weg – und durch neue ersetzt werden.
„Bei solchen Angelegenheiten sind sich oft nicht mal die Naturschützer einig“, sinnierte Dr. Rainer Haas im Kreistagsausschuss für Umwelt und Technik und bat die Mitglieder darum, „Multiplikatoren in den Gemeinden zu sein“, denn man könne nicht bei jeder Baumfällung zwei Fachleute dazustellen, „die dann auch noch zu kontroversen Ergebnissen kommen“.
Fakt ist bei dieser Ausbaumaßnahme nach einem Antrag von CDU-Kreisrat Albrecht Fischer (Gündelbach): Die Birken sollen auf beiden Seiten gefällt und durch neue Bäume ersetzt werden (Tendenz: Birken). Die Bäume hätten inzwischen ihr Lebensalter erreicht und seien zum Teil auch ein Sicherheitsrisiko. Gegen den Fischer-Antrag gab es nur drei Stimmen der Grünen.
Nach dem Vorschlag aus dem Kreishaus sollte die Birkenallee auf der Westseite erhalten bleiben; die restlichen drei Birken an der Ostseite wollte man opfern und hier die Verbreiterung der Straße durchführen. Verkehrsdezernent Jürgen Vogt zerstreute die Bedenken von Albrecht Fischer: „Natürlich bleibt es eine gerade Allee.“ Von Fischer wurde bei dieser Gelegenheit betont, „dass wir den Ausbau begrüßen, auch wenn es einige Vaihinger Stadträte anders sehen“. Mit der Radwegführung über Ensingen könne er leben.
Hier kam auch Zustimmung von Eberhard Zucker (Freie Wähler, Vaihingen), während Armin Zeeb (Grüne, Vaihingen) einen Radweg östlich der Kreisstraße im Wald ins Gespräch brachte. Man müsse nur die Wege ein wenig aufbereiten; die Route über Ensingen werde nicht angenommen. Antwort der Verwaltung: „Es geht zickzack durch den Wald mit großen Steigungen. Das ist eher was für Mountainbiker.“ Peter Schimke (Die Linke, Vaihingen) regte in diesem Zusammenhang die Verbesserung der Radweganbindung am Kreisel der Landesstraße zwischen Horrheim und Ensingen an. Letztlich wurde im Ausschuss ohne Gegenstimmen die Empfehlung an den Kreistag gegeben, den Ausbau der Straße zu genehmigen. Es werden Gesamtkosten von rund 2,1 Millionen Euro erwartet. Die Kreuzung mit der Landesstraße soll zum Kreisverkehr umgebaut werden.
Radweg mit zwei Stegen
über die Enz
Auch die Straße zwischen Unterriexingen und Untermberg soll ausgebaut werden. Hier liegen die Gesamtkosten bei 3,2 Millionen Euro. Hier wird auch eine neue Trasse für den Enztalradweg angelegt. Der Radweg soll abseits der Straße weitergeführt werden. Im Bereich der bisherigen Kanuanlegestelle soll die Enz mit einem Radsteg gequert werden, um direkt auf die Unterriexinger Uferseite zu gelangen. Dort werden die vorhandenen Wege des Sportgeländes benutzt. Ab der scharfen Kurve des Landesstraße wird auf einer Länge von 200 Metern ein Radweg parallel zur Landesstraße gebaut, der über einen Feldweg wieder zur Enz führt. Kurz vor der Glemsmündung wird die Enz erneut mit einem Radsteg überquert, um den Anschluss nach Oberriexingen zu schaffen.

 

Straßensanierung mit Umleitungsstress

Ludwigsburg/Enzweihingen (aa). Straßenbauarbeiten für rund 1,2 Millionen Euro hat der Ausschuss Umwelt und Technik (AUT) des Kreistags am Montag vergeben. Mit dabei ist auch die Maßnahme in der Rieter Straße/Vaihinger Straße in Enzweihingen. Es muss während der Bauzeit mit größeren Behinderungen gerechnet werden.

Die Kreisstraße 1688 in der Ortsdurchfahrt von Enzweihingen ist in einem jämmerlichen Zustand. Vor allem an der Einmündung der Rieter Straße in die Vaihinger Straße reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Erst vor wenigen Tagen wurden die Krater notdürftig gestopft. Die Sanierungsarbeiten waren ursprünglich schon im vergangenen Jahr vorgesehen gewesen, mussten dann aber geschoben werden. Geplant ist der Ausbau von der B10 bis etwa auf Höhe der Metzgerei Flurer. Kalkuliert hatte man mit einem Kostenaufwand von rund 250000 Euro. Insgesamt lagen sieben Angebote vor, die bis 334000 Euro reichten. Die Arbeiten werden von der Firma ATS-Bau aus Markgröningen zum Preis von 232767 Euro ausgeführt. Start soll Mitte April sein. Als Gesamtkosten der Maßnahme werden 280000 Euro ausgewiesen; zu den Baukosten kommen noch Posten wie Markierung, Beschilderung und Entsorgung von pechhaltigem Material. Die Stadt Vaihingen hat rund 50000 Euro der Kosten zu tragen. Sie führt im Zuge der Straßensanierung die Erneuerung von Trinkwasserleitungen durch, die vom Technischen Ausschuss der Stadt Vaihingen zum Preis von rund 69000 Euro an Esslinger Rohrleitungsbau GmbH vergeben worden sind.„Demnächst“ sei Baubeginn wurde am Montag in der Sitzung des Kreistagsausschusses gesagt. Nach den Informationen aus dem Vaihinger Rathaus ist der Baubeginn auf 19. April angesetzt. Die Arbeiten sollen bis 26. Juni abgeschlossen werden. Es braucht keinerlei hellseherische Gaben, um verkehrliche Turbulenzen vorherzusagen. Die Abfahrt von der Bundesstraße 10 in die Vaihinger Straße (Krone-Kreuzung) kann im ersten Bauabschnitt nicht genutzt werden. Der Verkehr in Richtung Riet/Eberdingen wird über die Karl-Blessing-Straße abgeleitet. Hier erfolgt auch die ampelgeregelte Ausfahrt auf die B10. Doch die Karl-Blessing-Straße genügt natürlich nicht als Ausweichroute. Um in die anderen Teile des Ortes zu kommen, erfolgt eine Umleitung über die Hindenburgstraße. Der Verkehr von Vaihingen wird bis an den Fuß der Steige geleitet und dann nach rechts abgeführt. Von Stuttgart kommend ist das Linksabbiegen untersagt. Die Fahrzeuge werden bis an die Krone-Kreuzung geleitet, dann geht es rechts ab in die Vaihinger und Erich-Blum-Straße und zurück auf der Leinfelder Straße. Hier wird die B10 ebenfalls mit Ampelschaltung im rechten Winkel überquert. Man sieht: Die Angelegenheit wird spannend. Und sie wird ganz sicher erhebliche Auswirkungen auf den Verkehrsfluss der Bundesstraße 10 haben.Weiterer Vergaben im Kreistagsausschuss betrafen die Fahrbahnsanierung in der Ortsdurchfahrt von Steinheim (149000 Euro), die Fahrbahnsanierung Lechtsteige in Neckarweihingen (106000 Euro) und den Ausbau der K1621 zwischen Ottmarsheim und der Kreisgrenze Heilbronn (725000 Euro).


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