Vaihingen (ub). Auf den Besucherstühlen werden am Mittwochabend im Sitzungssaal des Vaihinger Rathauses jede Menge Feuerwehrleute sitzen. Denn am 10. März soll der Gemeinderat den Baubeschluss für den Neubau der Feuerwache fassen. Ein historisches Datum für die Floriansjünger.
Baubeginn für den Feuerwehrstützpunkt im Dreieck zwischen der Neuen Bahnhofstraße und der Kreisstraße Richtung Kleinglattbach wäre spätestens im September. Die aktuellen Kosten werden mit 6,085 Millionen Euro angegeben.
Das ist der Betrag, der nach den nichtöffentlichen Sparrunden im Stadtteilausschuss und dem Technischen Ausschuss auf dem Papier steht. Eine abschließende Kostenberechnung schloss noch mit Gesamtkosten von 6,38 Millionen Euro für die neue Feuerwache auf einer Nettogrundfläche von 2570 Quadratmetern ab. Im Vergleich zur Kostenschätzung Ende letzten Jahres waren dies Mehrkosten von 467000 Euro.
Sieben Bauteile stellte die Verwaltung zur Disposition: ein Gründach, das aus gestalterischen Gründen an diesem Standort sinnvoll wäre, würde 116000 Euro kosten; ein Blockheizkraftwerk schlägt mit 78500 Euro zu Buche; eine Brandmeldeanlage mit 29800 Euro (keine rechtliche Anforderung); eine Pumpenprüfung inklusive Zisterne für 31000 Euro; eine Kompressor-Atemschutzwerkstatt für 41700 Euro; 404000 Euro für eine Atemschutzstrecke, die vom Gemeinderat im März letzten Jahres beschlossen wurde; 178500 Euro sind für die Fassadengestaltung eingerechnet. Insgesamt würde dies Einsparungen von knapp 880000 Euro ergeben.
Der Stadtteilausschuss hat hinter verschlossenen Türen intensiv über das Projekt diskutiert und empfohlen, dass das begrünte Dach und die vorgeschlagene Fassadenverekleidung mit Trespa-Platten nicht zum Zuge kommen sollen. Die Atemschutzstrecke solle aber gleich gebaut werden, da es ständig steigende Anforderungen an die Ausbildung der Feuerwehrleute gebe und es Sinn mache, auf lange Sicht einen zukunftsfähigen Neubau zu erstellen. Das Dach soll als klassisches Flachdach mit Kiesschüttung ausgeführt werden. Die Fassade sollte im Bereich der Fahrzeughalle eine Aluwelle, ansonsten ein Wärmedammverbundsystem erhalten. 295000 Euro könnten so eingespart werden – die aktuelle Kostenberechnung beträgt also 6085500 Euro.
Der Baukörper des Feuerwehrstützpunktes Vaihingen wird parallel zur Neuen Bahnhofstraße angeordnet. Die Fahrzeughalle ist als durchlaufende Halle mit seitlich angrenzendem Lagerbereich konzipiert. Im rückwärtigen Bereich befinden sich die Alarmumkleiden und die Werkstätten. Im südlichen Kopfbau ist neben der Zentrale auch der Technikbereich angesiedelt. Im ersten Obergeschoss befinden sich der Schulungs- und Bereitschaftsraum. Die Atemschutzstrecke ist ein eigenständiger Baukörper. Im zweiten Obergeschoss wurden nach den Plänen der Siegener kplan neben den Jugendräumen auch die notwendigen Büroflächen sowie die Kleiderkammer und ein Archiv angeordnet.