Oberriexingen (sr). Sie hat die Entstehungsgeschichte des Bildes „Kreuz-Violett“ schließlich doch verraten, die Oberriexinger Künstlerin Grete Werner-Wesner. Es waren die Tupfen und „wilden Flecken“ auf einer Papierunterlage, auf der Werner-Wesner normalerweise Fahnen gestaltet, die schließlich zum Kunstwerk für die Oberriexinger Georgskirche inspiriert haben. Einige der Originalflecken seien in dem Werk auch noch erkennbar.
Das Kreuz und die Farbe Violett hat die Künstlerin in dem großformatigen Acrylbild vereint. „Mit der Farbe Violett beginnt das Kirchenjahr am ersten Advent“, erklärt Pfarrer Ulrich Gratz. Auch die Tücher, Paramente genannt, die Altar und Kanzel schmücken, zeigen mit verschiedenen Farben und Symbolen den Abschnitt des Kirchenjahres an. Violett steht dabei für Besinnung, Buße, Umkehr und Einkehr. Deshalb wird die Farbe auch in der Passionszeit, der Zeit der Erinnerung an das Leiden Jesu, verwendet.
Vor rund zwei Jahren wurde die Farbsymbolik in der Georgskirche bei der Aktion „Kunst und Kirche“ greifbar. Hierfür entstand auch das „Kreuz-Violett“. Ab Sonntag soll Werner-Wesners Bild bis zum Ostersonntag die Georgskirche schmücken.
Ermöglicht wurde dies durch eine Spende der Kreissparkasse Ludwigsburg über 900 Euro. Regionaldirektor Stefan Heffner: „Wir unterstützen regelmäßig Künstler der Region und die neue Filialleiterin hat sich für die Spende stark gemacht.“ Außerdem pflege die Kreissparkasse ein „andauerndes Engagement für die Erhaltung und Sanierung des denkmalgeschützten Kirchengebäudes“, merkt Pfarrer Ulrich Gratz an. Gestern wurde das Kunstwerk von Filialleiterin Melanie Wolf und Regionaldirektor Heffner an Gratz und den Laienvorsitzenden des Kirchengemeinderates, Albrecht Noller, übergeben.
„Der Wunsch, das Kunstwerk zu behalten oder zu kaufen, ist bei der Ausstellung damals entstanden“, erinnert sich Pfarrer Gratz. Wenn sich noch mehr Sponsoren finden würden, wäre man der Anschaffung weiterer Kunstwerke nicht abgeneigt, lässt Gratz gut gelaunt durchblicken. Feierlich seiner Bestimmung übergeben wird das Bild im Beisein der Künstlerin am Sonntag um 10 Uhr im Gottesdienst.
