Mittwoch, 23. Mai 2012

Polizisten zum Nato-Gipfel




Lagebesprechung. Auch Beamte der Polizeidirektion Ludwigsburg werden beim Nato-Gipfel eingesetzt. Foto: VKZ-Archiv
Lagebesprechung. Auch Beamte der Polizeidirektion Ludwigsburg werden beim Nato-Gipfel eingesetzt. Foto: VKZ-Archiv

Ludwigsburg (elf) – Wenn am 3. und 4. April der Nato-Gipfel in Kehl, Baden-Baden und Straßburg stattfindet, werden hierzulande rund 15000 Polizeibeamte für die Sicherheit sorgen. Auch die Reviere aus dem Bereich der Polizeidirektion Ludwigsburg müssen zahlreiche Kräfte abstellen. Um die Sicherheit im Landkreis brauchen sich die Bürger keine Sorgen zu machen, wie die Polizei im Gespräch mit der VKZ beteuert.
Terroristen, gewaltbereite Störer, Massen-Blockaden – die Polizei muss nächste Woche beim Gipfel auf alles vorbereitet sein, Schließlich gilt es nächste Woche, rund 3500 Gäste aus 26 Nato-Mitgliedsstaaten sowie die Bevölkerung vor Chaoten zu schützen. Dies bedeutet für die Sicherheitsbehörden eine besondere Herausforderung. Auch bei der Polizeidirektion (PD) Ludwigsburg laufen die umfangreichen Vorbereitungen für den Nato-Gipfel schon lange auf Hochtouren. So haben Beamte der PD-eigenen Hundertschaft schon einige Trainingseinheiten absolviert und Dinge wie Festnahmen gesondert trainiert. „Wir wollen das nicht einfach auf die Kollegen zukommen lassen“, sagt Joachim Geier, Sprecher der Polizeidirektion Ludwigsburg. Wie viele Polizisten aus dem Kreis ins Südbadische abkommandiert werden, will er nicht verraten.
Wie sich die einzelnen Beamten indes mental auf die eventuell bevorstehenden Ausschreitungen vorbereiten, steht auf einem anderen Blatt. „Man kann nicht in die Kollegen hineinschauen“, sagt Geier. „Sie müssen sich jedenfalls damit auseinandersetzen, das Krawalle auf sie zukommen.“ Die Polizei rechne auch damit, dass die gleichen Störer vom G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm nach Kehl und Baden-Baden reisen. „Das wird eine schwere Zeit für alle“, weiß der Polizei-Pressesprecher. Bereits jetzt im Vorfeld des Nato-Gipfels seien einige Beamte – auch der PD Ludwigsburg – vor Ort. Je nach Lage erreichen die Kräfteeinsätze am Gipfel selbst den Höhepunkt. Wie viele Polizisten tatsächlich benötigt werden, hängt von der sich bietenden Situation ab. Geier: „Wir müssen sehen, wie es sich entwickelt.“
Die personellen Lücken, die auf Grund des Einsatzes in Kehl und Baden-Baden entstehen, müssen mit den restlichen verfügbaren Kräften gestopft werden. Bei der Polizeidirektion Ludwigsburg gilt daher seit gestern bis zum Einsatzende Urlaubssperre für alle Polizisten. So stehen alle Polizeibeamten, die nicht zum Gipfel müssen, zur Verfügung. Schließlich darf das Geschäft im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Ludwigsburg nicht liegenbleiben.
„Die Sicherheit ist gewährleistet“, sagt Polizeisprecher Geier. Trete im Kreis genau zur Zeit des Nato-Gipfels ein Großereignis wie beispielsweise ein Amoklauf wie der in Winnenden ein, würde die Polizei sicher vor Probleme gestellt werden. Doch die PD Ludwigsburg sei dazu in der Lage, auch ein Ereignis dieser Größenordnung zu bewältigen. „Die Polizei wird für den Bürger da sein, wie er es gewohnt ist“, so Joachim Geier.




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