Feuerwehrhaus erfordert besonderes Aussehen
Vaihingen (elf) – Dass die Freiwillige Feuerwehr Vaihingen eine neue Feuerwache bekommt, ist in der Stadt mittlerweile bekannt. Am Mittwochabend sprach sich der Vaihinger Gemeinderat einstimmig dafür aus, das notwendige Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Gleichzeitig vergab er die Planungsaufträge an die Fachbüros.
Das neue Feuerwehrhaus wird im Bereich Fuchsloch zwischen der Neuen Bahnhofstraße und Bahnlinie entstehen. Damit kommt auf das beauftragte Planungsbüro kplan in Siegen nicht nur eine besondere Aufgabe, sondern auch eine besondere Erwartungshaltung zu. Denn: Das Gebäude wird direkt am Ortseingang von Kleinglattbach und Illingen her kommend stehen, weshalb Verwaltung und Gemeinderat eine „besondere architektonische Gestaltung“ erwarten. Für einen Wettbewerb reicht allerdings die Zeit nicht mehr. Eine zu erwartende Zuschussbewilligung macht es erforderlich, dass Mitte 2010 mit dem Bau begonnen werden muss.
Stadtrat Eberhard Berg (SPD, Kleinglattbach) forderte derweil, dass eine weitsichtige Verwaltung entsprechend Grundstücke in dem Gebiet für etwaige Erweiterungen aufkauft. „In der Gesamtkonzeption sollten Dinge ihren Platz haben, die im Moment noch nicht realisiert werden.“ Eduard Aldinger (Freie Wähler, Enzweihingen) hatte Ähnliches im Sinn. „Die Planung muss Erweiterungsmöglichkeiten enthalten“, sagte er. Es solle später möglich sein, dass andere Feuerwehrabteilungen an die Feuerwache andocken können. Die Planungen für technische Einrichtungen wie Wassertechnik, Wärmeversorgung, Elektrotechnik und Freianlagen wurden an das Büro ingplan in Abensberg vergeben.
Das neue Feuerwehrgebäude wird eine Atemschutzstrecke und auch einen Übungsturm bekommen. Dieser sei auch in der Machbarkeitsstudie vom September vergangenen Jahres enthalten, sagte Ernst Loos, Leiter des Stadtplanungsamts. Einen Trockenturm für die Schläuche wird es nicht geben. Es sei allerdings möglich, so Oberbürgermeister Gerd Maisch, den Keller so vorzubereiten, dass dort zu einem späteren Zeitpunkt eine Möglichkeit zum Auslegen der Schläuche geschaffen werden kann.
Bezüglich der Neubauten für Bauhof und Technisches Rathaus sprach sich Stadtrat Eberhard Berg für die Auslobung eines Wettbewerbs aus. Die Kosten seien mit denen eines Gutachterverfahrens vergleichbar. „Die Chance sollten wir uns nicht verbauen“, so Berg. Stadtplaner Loos wies darauf hin, dass die Planer bei der Gestaltung ihrer Entwürfe in jedem Fall auch auf die Umgebung Rücksicht nehmen würden.