Vaihingen (aa/p) – Was ist mit den Vaihinger Agenda-21-Gruppen geworden? Welche sind noch aktiv? Was haben sie bewegt? Was planen sie? In einer kleinen Reihe stellt die VKZ die noch bestehenden Gruppen vor. Wir beginnen mit dem Arbeitskreis Wirtschaft, Landwirtschaft und Arbeit, der vor allem durch seine Besuche in Unternehmen immer wieder präsent ist und aus einem „harten Kern“ von sechs Personen besteht.
Fünf Monate nach der Auftaktveranstaltung der Lokalen Agenda 21 Vaihingen mit dem damaligen Oberbürgermeister Heinz Kälberer im Jahre 2001 wurden in Zusammenarbeit mit der Kommunalentwicklung Stuttgart die Leitbilder für die einzelne Arbeitskreise (AK) erarbeitet. Unter dem Motto „Stärken der Stadt stützen, Verbesserungspotenziale nutzen“ präsentierten die Projektleiter der verschiedenen Arbeitskreise am 17. Juli 2001 ihre Projekte in der Vaihinger Stadthalle.
Aus dem Arbeitskreis Wirtschaft, Arbeit und Landwirtschaft (Ansprechpartner ist Jörg Mannhardt) sind folgende Projekte entstanden: Forum Wirtschaft und Arbeit (Ansprechpartner Jörg Mannhardt), Tourismus (Bernd Essig), Vinothek (Ulrich Simecek), Wohnen in der Innenstadt (Thomas Hitschler) und Begrünung in der Innenstadt (Ulrike Schmidt-Hitschler). „Teilweise waren über 40 Ehrenamtliche an den Projekten beteiligt“, erinnert sich Mannhardt. Doch sei Anzahl und die Aktivität der Mitstreiter in den Jahren stets gesunken. Übrig blieb im AK Wirtschaft, Landwirtschaft und Arbeit der so genannte harte Kern von sechs Personen. Dieser trifft sich regelmäßig zu Arbeitskreisbesprechung. Zusätzlich sind in den einzelnen Projekten derzeit etwa zehn Ehrenamtliche tätig.
Seit 2002 werden durch das Forum Wirtschaft und Arbeit Betriebsführungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger angeboten. Die Projektgruppe möchte im Rahmen der lokalen Agenda 21 Unternehmen und Bürger einander näher bringen. Hierbei hat sich die Projektgruppe zum Ziel gesetzt, den Informationsaustausch zu fördern und Einblicke in die regionale Wirtschaft zu ermöglichen. Fragen über Arbeitszeiten, Anzahl der Beschäftigten, Ausbildungsplätze oder Marktverhältnisse können vor Ort mit den Verantwortlichen diskutiert werden. Unter dem Motto: „Miteinander, nicht gegeneinander“ soll die Zukunft in der Region Vaihingen gestaltet werden. Über 40 Besichtigungen von regionalen Unternehmen wurden seither durchgeführt.
Im Jahr 2004 entstand im die Idee des ersten Vaihinger Ausbildungstages. Dieser wurde in Kooperation Wirtschaft-Schule-Verwaltung (KOOP WSV) geplant und erstmalig am 29. Januar 2005 durchgeführt. Im Arbeitskreis sind Rektoren der Vaihinger Schulen, die Wirtschaft in Person des Wirtschaftsförderer der Stadt Vaihingen und jeweils ein Vertreter der Agentur für Arbeit und der Lokalen Agenda 21. Der Ausbildungstag findet jährlich im Januar statt. Ziel ist es, dass sich die Ausbildungsbetriebe und die Jugendlichen auf Lehrstellensuche kennenlernen und Kontakte knüpfen. Ansprechpartner für den Arbeitskreis KOOP WSV ist Thorsten Leupold von der Stadtverwaltung.
Eine weitere Idee aus dem Arbeitskreis Wirtschaft, Landwirtschaft und Arbeit wurde nun aktuell aufgegriffen. Hierbei wird künftigen Schulabgängern aufgezeigt, was Unternehmen und weiterführende Schule von Schulabgängern erwarten. Unter diesem Motto findet erstmals am 2. April in der Ferdinand-Steinbeis-Realschule (FSR) eine Veranstaltung statt. Karl-Otto Kaiser wird über das Thema referieren. Eingeladen sind Schüler der Klassen 9 der FSR mit Begleitung eines Elternteils eingeladen. Je nach Erfolg der Veranstaltung ist angedacht, diese im nächsten Jahr in ähnlicher Form in der FSR oder im Wechsel mit anderen Schulen anzubieten.
Infomationen zum Arbeitskreis gibt es über Jörg Mannhardt, Telefon (07042) 25000. E-Mail: joerg.mannhardt@t-online.de.
