Mittwoch, 23. Mai 2012

Illinger Jugendtreff mit neuem Domizil


Die Jugendlichen treffen sich künftig in der Dillmannschule. Foto: Elsässer
Die Jugendlichen treffen sich künftig in der Dillmannschule. Foto: Elsässer

Illingen (elf) – Voraussichtlich im April werden die Arbeiten im neuen Domizil des Jugendtreffs Illingen abgeschlossen sein. Dann steht den Jugendlichen des Orts im Gebäude der ehemaligen Dillmannschule das gesamte Erdgeschoss zur Verfügung.
In wochenlanger Eigenarbeit mit Unterstützung von Handwerkern und der Gemeinde haben sich die Jugendlichen in ihre neue Freizeitbleibe reingehängt. Das machte das Projekt nicht nur günstiger, sondern war auch pädagogisch recht wertvoll, wie Bürgermeister Harald Eiberger befindet: „Wenn man selbst daran mitgearbeitet hat, hat man auch einen emotionalen Bezug dazu.“ Deswegen geht der Schultes davon aus, dass es dort auch in Zukunft nicht zu einem Stillstand kommen wird. Sicherlich war einiges an Unterstützung notwendig, zumal es laut Eiberger bei den Besuchern des Jugendtreffs einen Generationenwechsel gegeben habe. So gab es neben Material auch wertvolle Leistungen durch Mitarbeiter des Bauhofs.
Zwei ehemalige Klassenzimmer, ein Sanitärbereich sowie ein großer Flur stehen den Kids künftig im Erdgeschoss der ehemaligen Dillmannschule zur Verfügung. Im Vergleich zum alten Jugendhaus am Kreisverkehr in der Gündelbacher Straße hat sich die Fläche nun geradezu verdoppelt. Außerdem seien am neuen Standort auch der Brandschutz und Fluchtmöglichkeiten ordentlich gewährleistet, so Eiberger. „Auch in diesem Bereich sind wir jetzt deutlich besser aufgestellt.“
Die ehemalige Dillmannschule sei ein idealer Standort für den Jugendtreff. Dies hänge auch damit zusammen, dass der Lärm durch Musik in Richtung Sporthalle und Bahnlinie gerichtet ist. Eiberger: „Die Disco wird dort sein, wo keine Nachbarn gestört sind.“
Das alte Jugendhaus hat folglich für immer ausgedient. Eine Abbruchgenehmigung lag bereits vor, doch der Eigentümer des Gebäudes wollte es lieber stehen lassen. Er wird es im Rahmen der Bautätigkeiten des Sanierungsgebiets Paulinenstraße zu einem Café umbauen. „Das Haus hat seinen ganz eigenen Charme“, äußert der Schultes Verständnis für das Vorhaben des Besitzers. „Wenn einer das will und herrichtet, ist das durchaus im Interesse des Sanierungsgebiets“, so Eiberger. Es müsse lediglich zur gesamten Nutzung dort passen. In dem Gebäudekomplex, der im Moment in diesem Bereich entsteht, werden künftig Wohnungen, eine Zahnarztpraxis sowie ein Dentallabor untergebracht sein. Direkt im Anschluss an das Jugendhaus wird derzeit ein Anbau errichtet, in dem die Produktion der Café-Konditorei sein wird.


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