Mittwoch, 23. Mai 2012

Mehr Verkehrssicherheit


Mit einer Verkehrsinsel soll in der Sersheimer Straße in Oberriexingen die Verkehrssituation entschärft werden. Foto: Bögel
Mit einer Verkehrsinsel soll in der Sersheimer Straße in Oberriexingen die Verkehrssituation entschärft werden. Foto: Bögel

Oberriexingen (sf) – Was lange währt, wird endlich gut, sagt ein altes Sprichwort. Im Falle der Verkehrssicherung bei der Sersheimer Straße/Einmündung Uhlandweg trifft das auf die Stadt Oberriexingen zu: Nachdem sie jahrelang vergeblich um eine Optimierung der Verkehrssituation gebeten hatte, fanden die Bitten beim Landratsamt nun Gehör.
Beiläufig hatte Bürgermeister Willi Baur in einer der letzten Sitzungen schon einmal erwähnt, dass Bewegung in die Sache gekommen sei, die die Ratsmitglieder seit vielen Jahren beschäftigt: Die kritische Situation zwischen der Sersheimer Straße und dem Uhlandweg. Bei diversen Verkehrsschauen hatten sie vergeblich um eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation gebeten. Unter anderem war in der Diskussion, den Bereich in eine Tempo-30-Zone umzuwandeln. Das wurde aber jeweils abgelehnt. Stefan Krüger hat die Hoffnung darauf dennoch nicht aufgegeben, denn auch wenn die Straße jetzt um eine Verkehrsinsel erweitert wird, sieht er noch immer ein Gefahrenpotenzial gegeben: „Da darf einer 50 fahren und fädelt sich dann so durch. Das kann nicht gut gehen“, monierte er.
Vielleicht lässt sich auch der Wunsch nach einer Tempo-30-Zone in absehbarer Zeit noch erfüllen. „Mittelfristig wird es eine Gemeindeverbindungsstraße zwischen Sersheim und Oberriexingen werden“, versicherte Baur bei der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend. „Dann können wir das machen.“ Im Moment hat allerdings das Landratsamt noch die Hoheit über die Straße. „Die machen eine solche Zone nur dort, wo es gar nicht anders geht“, erklärte Baur. Insofern nahm er gerne zur Kenntnis, dass wenigstens die Verkehrsinsel kommen wird, die es den Fußgängern erleichtert, die Straße in dem kritischen Bereich zu überqueren.
 Gleichzeitig soll die Einmündung in die Uhlandstraße ausgebaut werden. Vorgesehen sind dort derzeit 3,40 Meter Straßenbreite. „Das ist zu wenig“, bemängelte Armin Schmid und verwies auf Fahrzeuge der Landwirtschaft: Erntemaschinen hätten beispielsweise eine Breite von 3,50 Metern und würden somit zwangsläufig über die Insel fahren müssen.
Baur erklärte: Tatsächlich habe die Behörde zunächst eine Straßenbreite von 3,50 Metern favorisiert, er habe aber um eine Verringerung gebeten, um in den parallel verlaufenden Weg nicht eingreifen zu müssen. Die Argumente der Landwirtschaft wolle er aber aufgreifen und dem Landratsamt mitteilen, versprach Baur.
Insgesamt wird die Maßnahme 84000 Euro kosten. Der Landkreis wird davon 53000 Euro übernehmen. Die Stadt trägt den Rest. Wie hoch dieser ausfallen wird, das liegt auch in der Hand des Gemeinderats, so Baur. So ist angedacht, Parkplätze an einer Stelle anzulegen, die auch heute schon zum Abstellen von Fahrzeugen genutzt werden – allerdings auf einer Asphaltfläche ohne Markierung. Sieht der Rat hier keinen Änderungsbedarf, „dann können wir unsere Kosten natürlich noch etwas senken.“ Für die Finanzierung sind 10000 Euro im Haushalt eingestellt. Eine etwaige Differenz müsste über den Nachtrag ausgeglichen werden.
 Baur hofft auf eine zügige Umsetzung der Maßnahme. „Wir wollen möglichst schon im Frühjahr beginnen. Das Landratsamt steht schon bereit.“


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