Mittwoch, 23. Mai 2012

Fördermittel für den Landkreis


Bürgermeister Peter Schäfer in der Eberdinger Halle. Foto: Bögel
Bürgermeister Peter Schäfer in der Eberdinger Halle. Foto: Bögel

Oberriexingen/Eberdingen (ub) – Zehn Städte und neun Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg erhalten in diesem Jahr Zuschüsse aus der Städtebauförderung des Wirtschaftsministeriums. Insgesamt fließt eine Summe von 11,3 Millionen Euro in den Kreis.
„Diese Fördermittel lösen wieder Investitionen aus. Damit sind Arbeitsplätze im örtlichen und regionalen mittelständischen Bau- und Ausbaugewerbe sowie in den Zulieferbereichen gesichert“, so Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Denn die Städtebauförderung sei das mit Abstand wirksamste und beschäftigungsintensivste Konjunkturprogramm. Jeder Förder-Euro in der Stadterneuerung mobilisiere nach Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung über acht Euro an privaten und öffentlichen Folgeinvestitionen.
100000 Euro bekommt so die Stadt Oberriexingen für die Gestaltung öffentlicher Flächen „nördlich der Kronengasse“. „Wir haben zwar eine Aufstockungsrate von 160000 Euro gestellt, aber mit den 100000 Euro müssen wir auch zufrieden sein“, so Bürgermeister Willi Baur gegenüber der VKZ. Für das Areal, auf dem betreutes Wohnen entstehen soll, sind noch Mittel aus früheren Zuschüssen übrig, „aber wir brauchen neue Subventionen, um die Maßnahme zu Ende führen zu können“.
Für betreutes Wohnen hat die Stadt schon einmal einen Anlauf genommen, jetzt ist das Unternehmen Paulus-Wohnbau aus Pleidelsheim mit Neuplanungen in die Bresche gesprungen. Im Laufe der Zeit hat der Gemeinderat mehrere Änderungen in dem sensiblen städtebaulichen Bereich gewünscht. Baur: „Auch das Kriegerdenkmal ist in die Planungen mit einbezogen.“ Am 15. April legt das beauftragte Büro dem Gemeinderat Planungen für die Umgestaltung des Bereichs nördlich der Kronengasse vor.
85000 Euro erhält die Gemeinde Eberdingen für die Modernisierung der fast 60 Jahre alten Gemeindehalle in der Bachstraße in Eberdingen. „89000 Euro haben wir beantragt und somit fast das komplette Geld bekommen“, freut sich Bürgermeister Peter Schäfer. Noch in diesem Jahr geht die Sanierung des Gebäudes, das als reine Kulturhalle ausgebaut werden soll, los. So muss das Dach komplett erneuert und die Außenfassade gerichtet werden. Innen soll ein „zeitgemäßer Standard“ einschließlich einer besseren Bühnentechnik entstehen. „Wir haben den Sport komplett in die neue Halle ausgelagert und so können wir jetzt die vernünftige Sanierung unserer alten Halle angehen“, so Schäfer.
Der Gemeinderat hat einen Arbeitskreis gebildet, der die Sanierung in „einem vertretbaren Aufwand“ halten soll. Im aktuellen Haushalt sind 280000 Euro für die Instandsetzung der Halle eingestellt.
Mit 2,3 Millionen Euro geht der größte Einzelposten der Förderungen nach Marbach. Das Geld wird für die derzeit laufende Generalsanierung der Stadthalle verwendet. Die Maßnahme gehört zur Sanierungsmaßnahme „Schillerhöhe“.
Die Stadt Ludwigsburg kann mit insgesamt zwei Millionen Euro vom Land rechnen. 1,3 Millionen davon gibt es für die Sanierung des Gebiets „Mathilden-/Rathausareal“, 700000 Euro für das Wohngebiet Grünbühl/Sonnenberg im Rahmen des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt.
Die Erneuerung im Bereich Stadtkern und Rathaus in Gerlingen wird vom Land mit einer Million Euro unterstützt.
 Die gleiche Summe erhält die Stadt Kornwestheim für die Weststadt, wo das Geld zur Verbesserung der Wohnverhältnisse und der sozialen Infrastruktur eingesetzt werden soll.
Zuschuss zu einer Sanierungsmaßnahme erhält auch die Stadt Großbottwar: 940000 Euro schießt das Land für die Erneuerung der ehemaligen Kelter im Ortsteil Winzerhausen zu. Das Gebäude soll künftig als Mehrzweckhalle genutzt werden.
Für die Pläne der Stadt Ditzingen im Industriegebiet Schöckingen fließen 800000 Euro. Hier sollen störende gewerbliche Betriebe umgesiedelt, das Areal anschließend für Wohnungsbau genutzt werden.
Die Gemeinde Pleidelsheim kann einen Zuschuss in Höhe von 600000 Euro für den Bereich „Achalm-/Hohenzollernstraße“ einplanen. Das Gebiet soll zu einem zukunftsfähigen und attraktiven Quartier weiterentwickelt werden.
Die Modernisierung der Mehrzweckhalle in Walheim ist dem Land 490000 Euro wert. Das Gebäude soll vor allem energetisch für die Zukunft gemacht werden. Maßnahmen zur städtebaulichen Aufwertung des Ortskerns in Kirchheim werden mit 400000 Euro honoriert.
Die Bemühungen der Gemeinde Affalterbach um eine attraktivere Ortsmitte werden mit 330000 Euro gefördert, Benningen erhält 300000 Euro für die Modernisierung des Rathauses, für Grundstücksneuordnung im Bereich Bahnhofsstraße und Beihinger Straße sowie für die Erneuerung privater Wohngebäude im Ortskern.
Nach Bönnigheim fließen 300000 Euro für das Projekt „Amann-Areal“, wo auf einer Industriebrache eine neue Mehrzweckhalle entsteht.
Maßnahmen im Rahmen der Ortskernsanierung in Erligheim erhalten 200000 Euro Finanzhilfe vom Land, die gleiche Summe geht auch nach Freiberg.


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