Mittwoch, 23. Mai 2012

Public-Viewing startet




10/06 2010

Public-Viewing startet

Organisator Michaerl Eisinger. Foto: Bögel
Organisator Michael Eisinger. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Ein wenig Stadion-Feeling soll es auf dem Vaihinger Marktplatz geben. Das Gemeinschaftserlebnis, zusammen mit anderen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft anzufeuern, mit ihr zu leiden, Tore zu bejubeln. Ab Freitag gibt es das Public-Viewing, das öffentliche Fernsehgucken auf der Großleinwand.
 Michael Eisinger ist aufgeregt: Wie viele Menschen kommen, klappt alles mit der Technik, hält das Wetter, haben die Besucher ihren Spaß? Der Vaihinger Geschäftsmann und Inhaber der Videothek Media-World organisiert zusammen mit der Stadtverwaltung Vaihingen das erste Public-Viewing im großen Stil in Vaihingen. Der Marktplatz soll in den kommenden vier Wochen – offizielle Eröffnung ist am morgigen Freitag um 15.30 Uhr mit Oberbürgermeister Gerd Maisch und Wirtschaftsförderer Heiko Deichmann – zur großen Schaubühne für Fußballfans werden. Die Spiele der Weltmeisterschaft in Südafrika werden auf einer 3,2 auf 2,4 Meter großen LED-Leinwand übertragen.
Mit Kosten von knapp 30 000 Euro kalkuliert Organisator Michael Eisinger. Die Miete für die Großleinwand und die Sicherheitsleistungen, die erbracht werden müssen, schlagen dementsprechend zu Buche. Aber dank zahlreicher Sponsoren, darunter die Vaihinger Kreiszeitung, ist das Ereignis finanziell zu stemmen. „Da war der Vaihinger Oberbürgermeister bei vielen Firmen auch ein Türöffner“, lobt Eisinger die Zusammenarbeit mit der Verwaltungsspitze im Vaihinger Rathaus. Mit dem Verkauf von Getränken und Essen während der Übertragungen – der Eintritt für das Public-Viewing auf dem Marktplatz ist frei – hofft Eisinger auf eine schwarze Null. „Aber letztendlich ist der Imagegewinn für Vaihingen durch eine solche Veranstaltung unbezahlbar.“
Die Idee für das Public-Viewing ab Freitag entstand bereits vor zwei Jahren, als Deutschland im Endspiel um die Europameisterschaft stand. Kurzerhand organisierte Eisinger mit Zustimmung des OB hinter der Stadthalle ein öffentliches Endspiel-Schauen. Über 400 Leute kamen zu dem kurzfristig angekündigten Event. Das hat Mut gemacht für ein professionell aufgezogenes Public-Viewing.
Eisinger: „Unser Ziel war, etwas für Vaihingen auf die Beine zu stellen, das es in dieser Art noch nicht gegeben hat.“ So werden ab Freitag alle Spiele ab 16 Uhr kostenlos und live auf dem Marktplatz übertragen (das Spiel der deutschen Mannschaft am 18. Juni am frühen Nachmittag natürlich auch). Ruhetage gibt es am 14. und 21. Juni, auch bei den Tagen der internationalen Begegnung am 19. und 20. Juni bleibt die Leinwand aus.
Dazu wird bereits jetzt ein Rahmenprogramm für die Vorrunde angekündigt: die Tanzschule DLC absolviert einen Auftritt, Georgie Hocker und seine Trommelgruppe sind zu Gast, der Jugendgemeinderat plant eine Aktion, die Rope Skipping Mädels des TSV Enzweihingen haben zugesagt, ebenso will die Lebenshilfe Buttons verkaufen.
Eisinger organisiert eine Bewirtung vom Brunnen aus, die Weingärtnergenossenschaft Roßwag-Mühlhausen schenkt Rosecco aus, bei der Grillstation werden Stadionwürste gebraten. Auch die Gastronomie rund um den Vaihinger Marktplatz beteiligt sich an dem Public-Viewing. Eine Auflage müssen die Gastronomen jedoch erfüllen: Während des Public-Viewing gibt es die Getränke nur in Plastikbechern.
In Abstimmung mit Polizei und Ordnungsamt ist während der nächsten vier Wochen der Marktplatz mit Bauzäunen bestückt. So gibt es aus Sicherheitsgründen nur noch drei Zugänge auf den zentralen Platz der Stadt: von der Heilbronner Straße her, von der Fußgängerzone Stuttgarter Straße und von der Mühlstraße. Vom Adlerplatz und von dem Wegle an der Stadtmauer her kann der Platz während den Übertragungen sowie eine Stunde zuvor und eine Stunde danach nicht betreten werden. Eisinger: „Der Zugang zu den Geschäften ist natürlich jederzeit offen.“Nicht ausgeschlossen werden aber bei deutschen Spielen Taschenkontrollen von den eingesetzten Ordnern.
Die Kernzeiten für das Public-Viewing sind von 15 bis 23 Uhr. „Nach Spielschluss wollen wir den Ausschank beenden“, sagt Eisinger.
Und auch für das bequeme Fernsehgucken ist gesorgt: Für 150 Besucher gibt es Sitzplätze. Eisinger: „Wenn das nicht reicht, können wir auch noch weitere Garnituren aufstellen.“




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