Ludwigsburg (afi). Hochspannung vor dem Auftakt: Zur siebten Autoschau „Retro Classics meets Barock“ sind 230 ebenso hochkarätige wie elegante Oldtimer aus dem In- und Ausland angemeldet worden. Wer von ihnen wird den begehrten Superpreis „Best of Show“ gewinnen?
Karl-Ulrich Herrmann ist die Vorfreude deutlich anzumerken. 230 Fahrzeuge aus Deutschland und ganz Europa werden am Freitag in Ludwigsburg erwartet und vermutlich sind die meisten davon preiswürdig. Der Renninger Promoter der inzwischen schon sehr renommierten Ludwigsburger Oldtimerschau kann ihr Eintreffen am Freitag zwischen 10 und 18 Uhr kaum erwarten. Ihnen winken rund 100 Preise, die am Samstag und Sonntag von einer 20-köpfigen Fachjury unter Leitung von Professor Peter Pfeiffer (Vizepräsident des Rates für Formgebung Deutschland) vergeben werden.
Worum es ihm bei der siebten Ausgabe seiner Autoschau „Retro Classics meet Barock“ geht, erklärt der Geschäftsmann und Autonarr so: „Nicht allein Eleganz und Formschönheit, technische Rafinesse und perfekte Ingenieurleistung überzeugen, sondern vor allem die Tatsache, dass diese Meisterwerke einer vergangenen Epoche straßentauglich sind und zuverlässig laufen wie ein Uhrwerk.“ Übrigens sind nur Oldtimer zugelassen, die nicht zuvor schon bei einem anderen ähnlichen Wettbewerb dabei waren. Damit soll verhindert werden, dass es Abonnements-Sieger gibt.
Es geht um Design, Technik und 125 Jahre Autogeschichte. Dazu lädt Herrmann seit 2004 jeweils Anfang Juni vor die Prachtkulisse des Ludwigsburger Schlosses ein und lockt damit von Jahr zu Jahr immer mehr Zuschauer an. „Wir sind quasi mit der Stadt eng verhaftet und verheiratet“, lacht er und freut sich, dass auch in diesem Jahr schon wieder sämtliche Hotels Ludwigsburgs wegen dieses Ereignisses ausgebucht sind und die Teilnehmer sogar nach Stuttgart, Korntal-Münchingen oder Bietigheim-Bissingen ausweichen müssen. Ludwigsburgs Stadtmarketing-Chef Thomas Schärer hört das gern, denn Veranstaltungen wie diese haben dazu geführt, dass seine Stadt im Vorjahr einen neuen Rekord bei den Übernachtungszahlen erreichte. Dabei halte sich der kommunale finanzielle Aufwand für diesen Event mit 3500 Euro schon in überschaubaren Grenzen, ulkt Schärer.
Noch enger als mit der Stadt ist die Zusammenarbeit der Retro Classics mit dem Blühenden Barock (Geschäftsführer Volker Kugel) und der Schloßverwaltung (Geschäftsführer Ulrich Krüger). Vor allem Krüger ist glücklich, dass diesmal schon der gesamte innere Schloßhof von der Autoschau genutzt wird. Und weil er sich darüber so freut, hat er auch gleich zugestimmt, dass unter dessen Arkaden am Sonntag von 11 bis 13 Uhr erstmals ein Kinder-Malwettbewerb stattfinden kann, der von den Veransstaltern zusammen mit der Firma Marabu (Tamm) ausgelobt wird. Thema: natürlich Autos.
Auch Prominenz wird zu dem Wochenend-Spektakel erwartet. Zuvörderst der stellvertretende Ministerpräsident Ulrich Goll, der nicht nur die Siegerehrung krönen, sondern auch selbst an einem erstmals ausgetragenen Gleichmäßigkeits-Fahrwettbewerb mit historischen Automobilen rund um den See im Südgarten teilnehmen soll. Dabei sind dann auch Ex-Rennfahrer wie Formel-I-As Hans Herrmann oder die Porsche-Werksfahrer Kurt Ahrens oder Herbert Linge.
Es wird daneben auch Ausfahrten zum Schloss Solitude und in ein Weingut nach Cleebronn geben, dazu noch interne Abendveranstaltungen im Schloss für Teilnehmer und Ehrengäste sowie für die Öffentlichkeit Feuerwerk im Schlosshof und im Blühenden Barock. Für das leibliche Wohl sorgt standesgemäß der Stuttgarter Gourmet-Gastronom Jörg Mink.
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