Mittwoch, 23. Mai 2012

Naturerlebnisraum am Bächle feierte Jubiläum




Spielen am Hungerbach. Foto: Elsässer
Spielen am Hungerbach. Foto: Elsässer

Vaihingen (elf) – Der Naturerlebnisraum am Bächle war eines der ersten Projekte der Lokalen Agenda 21 in Vaihingen – am Samstag wurde bereits sein fünfjähriges Bestehen gefeiert. Dabei rückten vor allem diejenigen in den Vordergrund, für die er gedacht war: die Kinder.
Der NER, wie der Naturerlebnisraum am Bächle kurz genannt wird, ist für zahlreiche Kinder, Familien, Kindergärten und Schulen zu einem beliebten Spielplatz und Ausflugsziel geworden. Ziel der Agenda-Projektgruppe war es vor acht Jahren, Kindern einen naturnahen Spiel- und Bewegungsraum zu schaffen, in dem Kinder mit allen Sinnen die Natur entdecken, erfahren und gestalten können. Ein selbstbestimmtes Spielen, das nicht von Spielgeräten vorgegeben ist, sollte dadurch ermöglicht werden. Fünf Jahre, nachdem das Ziel verwirklicht worden war, ist der NER eine feste Institution in Vaihingen und lädt nach wie vor Kinder zum Spielen ein, dient Familien als Ausflugsziel, bietet naturkundliche Erfahrung für Kindergartengruppen und Schulklassen und ist beliebter Veranstaltungsort für das Kleinglattbacher Sommerferienprogramm.
Insgesamt 1,6 Hektar (zwei Fußballplätze) groß ist das Gelände in der Hungerbachsenke, das die Stadt Vaihingen einst für die Realisierung des Projekts erworben hat. Dem Eifer der Agendagruppe, die mit Nachdruck Sponsoren gesucht und gefunden hatte, sei es zu verdanken gewesen, dass der NER realisiert werden konnte, sagte Oberbürgermeister Gerd Maisch im Rahmen einer Feierstunde am Samstag. „Es hat sich gelohnt, der Naturerlebnisraum am Bächle wird hervorragend angenommen.“ Dort werde mit dem gespielt, was die Natur bietet. So sei er überzeugt, den NER weiter aufrecht erhalten zu können, um ihn auch der nächsten Generation zur Verfügung stellen zu können. Als Geschenk überreichte er Bettina Marx von der Agenda-Projektgruppe eine Tüte voller Becherlupen.
„Der Naturerlebnisraum am Bächle ist ein naturnaher Spielraum, wo die Kinder buddeln, spielen, matschen und entdecken können“. sagte Bettina Marx. Wesentliches Merkmal des NER sei seine Veränderbarkeit. Mit der Natur und der Vegetation ändere er stets sein Erscheinungsbild. Ebenso verändere er sich immer wieder durch das Spielen der Kinder, die Staudämme bauen, Löcher buddeln und Steine hin- und hertragen. Zentraler Anziehungspunkt sei der Hungerbach, den die Agenda-Projektgruppe derart umgewandelt hatte, dass man in und an ihm gefahrlos spielen kann. „Ohne den Gemeinderat, die Sponsoren, den Agenda-Preis und die Stadt wäre das Projekt nicht möglich gewesen“, erinnerte sich Bettina Marx. Doch mit der Fertigstellung des NER vor fünf Jahren war das Projekt noch nicht zuende. Der Spielplatz in der Natur bedarf einer ständigen Pflege. So werden im Auftrag der Stadt von einem Landwirt regelmäßig große Flächen gemäht, Begehungen finden statt, Müll wird weggeräumt, Pflegemaßnahmen organisiert und durchgeführt, Bäume geschnitten und vieles mehr.
Robert Schenk stellte den Förderverein des NER vor, der aus der Agenda-Projektgruppe heraus entstanden ist. Pflegeeinsätze seien dort sehr wichtig. So sei zum Beispiel vom Sandbereich schnell nichts mehr zu sehen, wenn man ihn nicht ständig pflegt.
Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier standen aber die Kinder. Sie durften sich nach Herzenslust austoben und ihrem Spieltrieb in der Natur nachgehen. Zuvor glänzten die Kinder des Kindergarten Balzhalde und des Mina-Lenges-Kindergarten mit Liedvorträgen. Jugendliche von der Globe-AG der Ferdinand-Steinbeis-Realschule Vaihingen stellten Ergebnisse ihrer Bachuntersuchungen vor. Neben verschiedenen Mitmachaktionen für Kinder gab es Informationen rund um den Erlebnisraum am Bächle sowie zum benachbarten römischen Gutshof.






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