Mittwoch, 23. Mai 2012

Mehr Stände beim Illinger Dorf- ujnd Kelterfest




Schlendern über das Dorf- und Kelterfest war angesagt. Foto: Elsässer
Schlendern über das Dorf- und Kelterfest war angesagt. Foto: Elsässer

Illingen (elf) – Neue Wege sind in diesem Jahr die Veranstalter des Illinger Dorf- und Kelterfestes gegangen: Erstmals in der 36-jährigen Geschichte des Straßenfestes wurden auch gewerbliche Beschicker zugelassen. Das Ergebnis: kaum Lücken in der Partymeile und zufriedene Festbesucher.
20 teilnehmende Vereine – das kann sich zwar für eine Gemeinde wie Illingen durchaus sehen lassen, doch wie in den vergangenen Jahren hätten sich auch in der 36. Auflage des Dorf- und Kelterfestes wieder viele Lücken in der Kirchstraße aufgetan. „Für die Vereine ist es schwierig, ein ansprechendes Angebot zu machen“, sagte Festwirt Ralf Davids. Das Problem: Viele Vereine haben zu wenig einsatzwillige Helfer. „Die Arbeit hängt dann immer wieder an den gleichen Leuten“, weiß Davids. Also beschlossen die Vereine, dass gewerbliche Beschicker das kulinarische Angebot bereichern sollen. Damit setzten sie sich zwar selbst Konkurrenz vor die Nase, doch die Attraktivität des Festes wurde gesteigert. „Uns ist ein großes Fest ohne Lücken lieber“, so Davids. „Ein Versuch ist es wert.“
Neu dabei waren in diesem Jahr die Ungarn aus Jánossomorja, die nicht nur mit Musik und einer Tanzgruppe, den Majoretten, das Fest bereicherten. An einem Stand verkauften sie leckeren Eintopf und ungarische Würste. Insgesamt 46 Ungarn hatten den Weg nach Illingen angetreten, dazu vier Italiener aus der Partnergemeinde Castelnovo ne’ Monti und 35 Gäste aus Thonhausen (Thüringen), zu dem die Gemeinde Illingen freundschaftliche Beziehungen pflegt. „Und das Schöne: Alle sind restlos privat untergebracht“, freute sich Rudolf Krauth, Vorsitzender des Vereins für Städtepartnerschaft Illingen. Da befand auch Bürgermeister Harald Eiberger, „dass wir eine bunte Runde sind“.
Der Schultes gab bei der Eröffnung des Dorf- und Kelterfestes unumwunden zu, dass er noch am Mittag zu voreilig gewesen sei, als er zu Pfarrer Thomas Koser-Fischer sagte, er könne aufhören, um gutes Wetter zu beten. „Prompt bin ich in Sack und Asche gestanden, als der Monsun kam“, so Eiberger. Doch rechtzeitig zur Eröffnung des Festes passte das Wetter ja wieder. Gut auch, dass der Illinger Schultes in Bert Schädel, stellvertretender Bürgermeister von Thonhausen, einen Meister des Fassanstichs gefunden hat. Zwei Schläge und der Gerstensaft konnte unfallfrei fließen.
„Wir haben uns wieder voll ins Zeug gelegt, dass sie wieder ein angenehmes Wochenende verbringen können“, begrüßte Festwirt Ralf Davids die zahlreichen Leute, die zur Eröffnung gekommen waren. Davids betonte, dass auch in der aktuellen Auflage des Dorf- und Kelterfestes die örtlichen Polizeikräfte durch Sicherheitspersonal ergänzt wurden, um „unschöne Begleiterscheinungen“ fernzuhalten. Die Standbetreiber seien angehalten, verstärkt das Jugendschutzgesetz zu beachten. „Schlagzeilen wie Komasaufen brauchen wir in Illingen nicht“, sagte Davids unter dem Beifall der Menge. Schon im Mitteilungsblatt der Gemeinde kündigte Bürgermeister Eiberger diesen Schritt an. „Dadurch wollen wir erreichen, dass der Genuss selbst mitgebrachten Alkohols unterbunden wird und das Fest sauber verläuft.
Wie gewohnt, gab es auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Programm. Für die Musik sorgten die Jugendkapelle des Illinger Musikvereins, der Musikverein Illingen, der Musikverein Jánossomorja, Florian Scheytt mit dem Akkordeon, die örtlichen Gesangvereine und die CJD Jugendmusikschule Vaihingen. Auf der Hauptbühne spielten am Samstagabend „Bajazzo“ und die „Die Grombacher“ und auf der Jugendbühne auf dem Schulhof „Six Noises“ und „Poverty for all“. Für weitere Unterhaltung sorgten verschiedene Gruppen des SV Illingen, die ungarische Tanzgruppe sowie die Dampfbahnfreunde Illingen.




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