Mittwoch, 23. Mai 2012

Feste in Vaihingen, Ensingen und Oberriexingen


Tanzeinlage auf dem Vaihinger Marktplatz. Foto: Elsässer
Tanzeinlage auf dem Vaihinger Marktplatz. Foto: Elsässer

Es geht mir gut“, schallte es von der Bühne auf dem Vaihinger Marktplatz. Die Band „Smart“ sang, was die Festlesbesucher verspürten. Kein Wunder, denn der 10. Tag der Internationalen Begegnung sorgte einmal mehr für südländisches Flair und Urlaubsstimmung. Wenngleich es mit der Griechischen Gemeinde, dem Türkisch-Islamischen Verein und dem Kroatischen Verein Vukovar nur noch drei Vereine waren, die das Fest organisierten – so wenig wie noch nie. Doch die Grills rauchten genauso und das Angebot stimmte auch.
Da ließ es sich auch Ex-Oberbürgermeister Heinz Kälberer nicht nehmen, vorbeizuschauen und seinem Nachfolger Gerd Maisch bei der Eröffnung zuzuhören. Der zeigte sich stolz, dass das Fest nunmehr zum zehnten Mal stattfand und hob die Wichtigkeit der Ausländer-Integration hervor. „Es ist wichtig, dass wir uns begegnen“, sagte der OB.
Neben den landestypischen kulinarischen Spezialitäten gab es auch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, das von Bauch- und Folkloretänzen bis hin zu modernem Tanz mit der DLC Tanzschule aus Aurich reichte.
Beim traditionellen Inselfest des Musikvereins Stadtkapelle Oberriexingen stand am Samstagabend jedoch neben der Musik die Säge im Mittelpunkt. Der Sägewettbewerb erfreut sich dort großer Beliebtheit – bei den Teilnehmern und beim Publikum. Zum vierten Mal gab es nun diesen Wettbewerb, den nach temporeichen und spannenden Duellen das Team des Gesangvereins Vulkania gegen die Damenmannschaft der Stadtkapelle Oberriexingen gewann. Den dritten Platz belegte die erste Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr. Platz vier ging an die Musikkapelle Agendorf (Ungarn). Eröffnet wurde das Fest traditionell mit dem Fassanstich durch den routinierten Bürgermeister Willi Baur, der es schaffte, nicht einen Tropfen Bier zu verspritzen. Bereits einen Tag zuvor leitete die Band „Splash“ die Feierlichkeiten mit rockigen Klängen ein. Beim Frühschoppenkonzert am Sonntagmorgen wurde der neue Dirigent der Stadtkapelle Oberriexingen Berthold Huss offiziell vorgestellt. Daneben gab es Musik – unter anderem auch von der Pampersband, der Jugendkapelle und des Musikvereins Agendorf. Den Festausklang wird es heute geben mit einem generationenübergreifenden Jahrgangstreffen und einem Seniorennachmittag.
„Flamme empor“ hieß es dagegen bereits zum 52. Mal auf dem Ensinger Hubbühl, wo der Schwäbische Albverein Stromberggau seine Sonnwendfeier veranstaltete. Nach einem Ausflug in die Vergangenheit, bei dem Gauobmann Dieter Auracher erklärte, dass die Sonnwendfeier aus einem germanischen Volksglauben entstammt und durch das Feuer unter anderem Geister und Dämonen vertrieben werden sollten, lieferte er einen (umwelt)politischen Rundumschlag. Dabei kritisierte er unter anderem den Landschaftsverbrauch in Deutschland.
Andere Probleme hatte derweil Werner Schmid, Vorsitzender der Ortsgruppe Ensingen im Schwäbischen Albverein. Denn bereits um 20.30 Uhr drohten die Getränke auszugehen. Der Ansturm der Leute war enorm. Das Wetter passte und die Stimmung auf dem Hubbühl ebenso. Dafür sorgten nicht nur „Die fidelen Handwerker“, sondern auch die Volkstanzgruppe der Horrheimer Weingärtner und der Ensinger Schülerchor unter der Leitung von Anette Klär-Klaschka. Als es dann beinahe keinen Platz mehr auf dem Hubbühl gab und die Sonne weg war, wurde gegen 22.30 Uhr das Feuer entzündet. Dafür wurde in erster Linie Holz von Reben verwendet, da dieses, so Werner Schmid, weniger Hitze entwickle und somit dem umliegenden Wein nicht schade. Weingärtner Bastian Walz, dessen Reben in unmittelbarer Nähe waren, wird’s wohl mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Frank Elsässer


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