Mittwoch, 23. Mai 2012

Enzweihinger attackiert zwei Hunde mit einem Messer


Enzweihingen – Gestern Morgen hat ein Mann in Enzweihingen zwei Hunde mit einem Messer angegriffen. Ein Hund starb, der andere Boxer überlebte die Tat. Die Polizei in Vaihingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

In einer Vaihinger Tierarztpraxis haben sich gestern dramatische Szenen abgespielt. Eine 72-jährige Enzweihinger Hundebesitzerin lieferte ihre beiden Boxer mit mehreren knapp zwei Zentimeter breiten Stichverletzungen in die Praxis ein. Ein Tier starb an seinen Verletzungen. „Der Hund ist verblutet“, sagt die Tierärztin, die die Behandlung übernahm. Der andere Boxer wurde mit einer Notoperation gerettet und muss sich jetzt von seinen Verletzungen erholen.

Was war passiert? Die Frau ging mit ihren beiden Hunden gestern Morgen in Enzweihingen im Gewann Brunnenhalde am Strudelbach spazieren. Unterwegs traf das Gespann auf einen Mann, der ebenfalls einen Hund bei sich hatte. Als der Mischling des Mannes die beiden Boxer witterte, bekam er es offensichtlich mit der Angst zu tun und flüchtete in ein Gebüsch. Die unangeleinten Tiere der Frau rannten hinterher.

„Die wollten nur mit dem anderen Hund spielen“, meint eine Vertreterin des Vaihinger Tierschutzvereins. Der 74-jährige Hundebesitzer sah das anders. Er zückte ein Messer, stach auf die beiden Tiere ein. Der Hund, der wenig später verblutete, bekam fünf Messerstiche in die Seite. Bei dem Boxer, den die Ärztin noch retten konnte, schrammte das Messer nur knapp an der Lunge vorbei.

Negativ seien die Boxer noch nie aufgefallen – im Gegenteil: „Die Besitzerin ist sogar regelmäßig mit ihnen in die Hundeschule gegangen“, heißt es beim Tierschutzverein. Ob die beiden Hunde wirklich so brav gewesen sind und was eventuell vor der Tat passiert ist, muss jetzt die Polizei klären. Die Frau hat Strafanzeige erstattet. Welches Motiv der Mann hatte, der sich wenige Stunden nach dem Vorfall der Polizei stellte, wissen die Beamten noch nicht.

Philipp-Marc Schmid


Seitenanfang