Mittwoch, 23. Mai 2012

Mensa im Schulzentrum Kleinglattbach eingeweiht


Anstehen für ein leckeres Mittagessen. Foto: Elsässer
Anstehen für ein leckeres Mittagessen. Foto: Elsässer

Kleinglattbach (elf) – Bereits seit Februar können die Kleinglattbacher Schüler drei Mal in der Woche in ihrem zur Mensa umgebauten Pausenraum Mittagessen zu sich nehmen. Im Rahmen einer offiziellen Feierstunde konnten sich gestern auch Oberbürgermeister Gerd Maisch, Schulamtsdirektor Karl Wißkirchen, Kommunalpolitiker und weitere geladene Gäste von der Qualität des Essens überzeugen.
Schweinesteak Hawaii mit Kroketten und Salat und als Nachtisch Eis – damit hat Bernd Langhans von der gleichnamigen Metzgerei samt Partyservice in Oberriexingen den Geschmack der Gäste getroffen. Außerdem legte er Wert darauf, dass die Portionen genau denen entsprechen, die auch die Kinder vorgesetzt bekommen – nicht mehr aber auch nicht weniger. Und so viel kann verraten werden: Es war nicht nur reichlich, sondern hat auch noch geschmeckt.
„Was hier mit dieser Mensa gelungen ist, ist toll“, lobte OB Maisch. Die rund 200000 Euro für die Umbauarbeiten zur Erweiterung des Pausenraums im Schulzentrum Kleinglattbach seien gut angelegtes Geld. Die rund 50 Essen, die hier jeweils an drei Tagen in der Woche über die Ausgabetheke gehen, seien ein Beleg dafür. In Anbetracht der Zahl von 90 Eltern, die sich ursprünglich für ein Ganztages-Betreuungsangebot an der Schule aussprachen, sei er überzeugt davon, dass sich die Anzahl in den nächsten Jahren noch steigern lässt.
Schuldezernent Karl Wißkirchen hob den pädagogischen Aspekt der Mensa hervor. Es sei wichtig, dass sich die Schule als Lebensraum für Kinder und Jugendliche weiterentwickle. Dabei sei das Mittagessen ein wichtiger Aspekt. Wißkirchen lobte es, dass mit der Mensa im Schulzentrum Kleinglattbach Grund-, Haupt- und Realschüler miteinander kommunizieren könnten. „Die Ganztagesschule bietet die Möglichkeit für eine verstärkte Förderung von Kindern und Jugendlichen“, so Wißkirchen. Die Mensa leiste außerdem einen wichtigen Beitrag, den Schultag in Anlehnung des Lernrhythmus der Schüler zu gestalten. Ein Problem sei es allerdings, dass es auf Grund der finanziellen Situation nicht jedem Kind möglich sei, an dem Essen teilzunehmen.
Für die Mensa wurde der ehemalige Pausenraum um 55 auf etwa 100 Quadratmeter vergrößert. Das architektonische Konzept sah hierfür eine Verlängerung der Cafeteria um einen 7,50 Meter langen Flachdachbau vor. Das Ergebnis vermittle den Eindruck, als ob die Mensa von Anfang an so geplant war, sagte OB Maisch in Richtung Architekt Ralph Hoffmann, dessen Vater einst die Schule entworfen und gebaut hatte. Wie der Altbau hätte auch die Erweiterung in dem ehemaligen Seengebiet auf Betonpfählen gegründet werden müssen. Viel Geld habe auch die Küche geschluckt. Sie wurde nach den Vorschriften des Veterinäramts komplett in Edelstahl ausgeführt. Sie ist in einen getrennten Ausgabe- und Spülbereich unterteilt, so dass Essensausgabe und Spülbetrieb gleichzeitig stattfinden können. „Somit können die Eltern ihre Kinder mit gutem Gefühl hierher schicken“, gewann der OB den Mehrkosten auch etwas Positives ab.
Obwohl es für die Maßnahme keinen Zuschuss aus dem Bundesinvestitionsförderprogramm (IZBB) gegeben hat, wurde an der Erweiterung festgehalten. Dafür gab es aus dem Schulbauförderungsprogramm des Landes eine Bezuschussung in Höhe von 30 Prozent der reinen Baumaßnahmen. Das pädagogische Konzept zur Ganztagesbetreuung beinhaltet ein Ganztagesangebot an drei Wochentagen für die Klassenstufen 1 bis 4 sowie 5 bis 7 und wurde von der Schulleitung der Ottmar-Mergenthaler-Schule in Zusammenarbeit mit Margit Rösslein von der Familienbildung erarbeitet.


Seitenanfang