Vaihingen (aa) – Der Vaihinger Kultursommer soll zur neuen Marke werden. Vom 11. bis 20. Juli ist ein facettenreiches Programm angesagt, das in den Köpfwiesen direkt am Ufer der Enz über die Bühne gehen wird. Höhepunkt soll am 20. Juli ein Musikfeuerwerk sein. Ideengeber ist der Arbeitskreis Stadtmarketing.
Pulsierende und abwechslungsreiche Kultur ist angesagt. So stuft es wenigstens der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch ein. Bei der Premiere sollen ausschließlich einheimische Künstler das Programm gestalten. „Sie bringen damit ihre enge Verbundenheit zu unserer Stadt zum Ausdruck und verleihen dem 1. Vaihinger Kultursommer eine ganz besondere Note“, freut sich Maisch.
Die Enz mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken – das ist eine zentrale Zielsetzung der Aktion. Die Chancen, die der Fluss als Rahmen für Veranstaltungen bietet, sind bisher nur wenig genutzt worden. Das soll sich jetzt ändern. Da wird es in den Köpfwiesen eine Zuschauertribüne mit rund 320 Sitzplätzen geben, die sich an den Enzdamm anlehnt. Sollten die Plätze nicht ausreichen, besteht die Möglichkeit, auch noch zusätzlich zu bestuhlen. „Wir werden niemand heim schicken, so lange es die sicherheitsrechtlichen Bestimmungen zulassen“, sagt Kulturamtsleiter Martin Morczinietz. In Blickrichtung Schloss wird eine Bühne aufgebaut. Der Kaltenstein bietet s praktisch die Kulisse für die Darbietungen. In einem unverwechselbaren Ambiente unter freiem Himmel und in einem Spannungsfeld zwischen südamerikanischen Trommelrhythmen, exotischen Tanz- und Gesangsdarbietungen, provokativem Theater, Open-Air-Kino, Männergesang und Big-Band-Klängen könne man die Seele baumeln lassen, hat es der Oberbürgermeister definiert.
„Der Kultursommer ist im Wechsel zum Strandleben in einem zweijährigen Rhythmus angedacht“, erzählen Morczinietz und der städtische Wirtschaftsförderer Thorsten Leupold, bei denen im Vaihinger Rathaus die Fäden für das Event zusammenlaufen. Das größte Problem der Premiere war die Terminsuche: Zwischen den Fußball-Europameisterschaften, den Olympischen Spielen, der Tour de Ländle und den Sommerferien musste eine Nische gefunden werden.
Um die 60000 Euro beträgt der Etat für den Kultursommer, im Sozial- und Kulturausschuss des Gemeinderates wurde ein Abmangel von 25000 Euro genehmigt. „Der Zuschussbedarf wäre wesentlich höher, wenn wir nicht eine Reihe von Sponsoren gefunden hätten“, sagt Thorsten Leupold, der hier die Beziehungen geknüpft hat und nicht lange betteln musste.
So treten jetzt zum Beispiel die Krempel Group (Enzweihingen) und Sika (Rieter Tal, Enzweihingen) als Hauptsponsoren auf „und liefern ein tolles Bekenntnis zur Stadt ab“ (OB Maisch). Zu den Sponsoren zählen zudem folgende Unternehmen: Behr, Vaihinger Kreiszeitung, EnBW, Romai, LBBW, Wennberg, Ensinger, Ingersoll, Wolff und Bramm. Für die Bewirtung sorgen namhafte Vaihinger Gastronomiebetriebe.
Eröffnet wird der Kultursommer mit Bog Bom, einem Rhythmusfeuerwerk mit Trommeln, Tanz und Gesang (Freitag, 11. Juli). Die Show beschließt am 20. Juli auch die Aktionstage.
Der Vaihinger Männergesangverein bindet seine Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen am Samstag, dem 12. Juli in das Programm ein. Da ist um 16.30 Uhr Gesang für Jung und Alt am Enzdamm angesagt. Am Abend verlagert sich alles auf den Marktplatz zur großen Serenade mit vielen Chören aus der Umgebung.
Das Theaterhaus plant seine Auftritte am 13., 18. und 19. Juli, jeweils um 21 Uhr am Enzdamm. Gespielt wird „Hilfe, wir stürzen ab“ von Dario Fo.
Einen Vorgeschmack auf das Open-Air-Kino vom 8. bis 17. August bietet Media World vom 14. bis 16. Juli. Jeweils um 21.30 Uhr laufen folgende Streifen: „Free Rainer“, „Auf der anderen Seite“ und „Die Fälscher“.
Die Big Band des Vaihinger Musikvereins wird am Donnerstag, dem 17. Juli ab 21 Uhr eine Sinatra-Night zelebrieren.
Am Sonntag, dem 20. Juli ist das Theater Dimbeldu am Enzdamm zu Gast. Von 14 bis 18 Uhr ist ein großer Spieleparcours angesagt.
Und dann steht noch ein großes Feuerwerk mit Musik auf dem Programm: Sonntag, 20. Juli, 23 Uhr. Da hoffen natürlich alle, dass ein guter Abschluss des 1. Vaihinger Kultursommers gefeiert werden kann, ein Ansatz zur Schaffung einer Marke gefunden wurde und die Premiere nicht in die nahe Enz gefallen ist.
Der Vorverkauf für die Vaihinger Kultursommer beginnt am Montag (16. Juli) beim Städtischen Kulturamt in der Schloßstraße, beim VKZ-Reisebüro am Marktplatz, bei der Stadtbücherei in der Marktgasse und in der Galerie Burkhardt in der Klingengasse. Heute (Donnerstag) liegt dem Wochenblatt der Vaihinger Kreiszeitung ein Flyer mit Informationen zu allen Veranstaltungen bei.
