Vaihingen (ub) – Verkaufsoffener Sonntag und Weindorf in Vaihingen – eine Mischung, die Laune macht. Am Wochenende war jedenfalls eine gute Stimmung in der Stadt angesagt. Ausgelassen wurde am Samstagabend auf dem Marktplatz mit einem Viertele gefeiert, ohne Stress gestern Nachmittag in der Fußgängerzone geschlendert.
„Das Wetter passt, die Leute sind da“, freute sich Hans Becker, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Vaihingen (WGV). Doch nicht nur in der Fußgängerzone drängten sich am Sonntagnachmittag die Menschen, auch die Geschäfte konnten gute Umsätze verbuchen. Lange Warteschlangen bei den angebotenen Aktionen wie die „Dasch-Lupfetse“ der Vaihinger Kreiszeitung, der Sportparcours durch die Heilbronner Straße, das Glücksrad oder das Kinderschminken.
Nach der Änderung des Ladenschlussgesetzes mit dem Wegfall des Pfingstsonntags als verkaufsoffener Sonntag, mussten sich die Gewerbetreibenden unterm Kaltenstein einen anderen Termin suchen. Vier Wochen nach dem Maientag lockte das vergangene Wochenende die Menschen in die Stadt. Becker: „Alle, die dafür plädierten, den verkaufsoffenen Sonntag in dieser Zeit zu streichen, wurden eines Besseren belehrt.“
„Die Werbegemeinschaft wollte eine Alternative. Nur ein verkaufsoffener Sonntag war zu wenig, deshalb wurde das Weindorf kreiert“, sagte der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch am Samstagabend bei der Eröffnung. Und die Premiere auf dem Marktplatz kann als durchaus geglückt bezeichnet werden: Sechs Weingüter (Weingut Nonnenmacher, WG Ensingen, Weingärtner Horrheim-Gündelbach, Genossenschaftskellerei Roßwag-Mühlhausen, Weingut Allmendinger, Weingut Sonnenhof) sowie ein Mosterzeuger boten ihre besten Tropfen an. Bis spät in die Nacht saßen die Besucher rund um den Brunnen, immer wieder unterhalten von den „Besen Batschern“ aus Weissach.
Trotz der Arbeit im Wengert und dem „Tag des offenen Weinbergs“ in Ensingen präsentierten sich die Anbauer eineinhalb Tage lang. OB Maisch: „Da wurden schon die Ressourcen bemüht, um das Weindorf zu bestücken.“
WGV-Vorsitzender Hans Becker: „Wir haben seit zehn Jahren um einen Termin gekämpft. Nun hoffen wir auf viele, viele Weindörfer.“ Die Werbegemeinschaft sieht die Premiere als Auftakt für weitere Aktivitäten. Becker: „Die ganze Stadt ist doch eine Familie“ – und da gehöre auch ein Weindorf zur „Internationalen Stadt des Weines und der Reben“.
Angestrebt wurde im Vorfeld, dass die Geschäfte am Samstag bis 16 geöffnet hätten und anschließend der Startschuss für das Weindorf fallen sollte. Becker: „Doch da konnten wir nicht alle an einem Strang ziehen.“ Der Auftakt war aber trotzdem viel versprechend und das bunte Treiben in der Stadt bestätigte das Konzept. Am Wochenende sammelte Vaihingen auf jeden Fall Pluspunkte.
