Sersheim (ub) – Sersheims Bürgermeister Jürgen Scholz ist Leichtathlet. Mit Fußball hat der Verwaltungschef wenig am Hut. Das merkte man auch bei der offiziellen Einweihung des Mini-Spielfeldes am Samstagabend. Den virtuosen Umgang mit dem Spielgerät demonstrierte dagegen Hansjörg Arnold, Vorsitzender des Fußballbezirks Enz-Murr.
„Sersheim in Bewegung“ hieß es am Wochenende auf dem Sportgelände in Sersheim. Mehrkampftag des Turngaus Neckar-Enz, Fußballturnier, Steinstoßen, Schleuderball, Luggeles-Run, Beachvolleyball, Walking und Fahrradtouren – wer will, konnte am Samstag und Sonntag viel für die Bewegung tun. Dazu bot die Folgeveranstaltung zur Sportplatzeinweihung vor zwei Jahren noch Kultur: eine Lesung mit Jochen Weeber und Rock im Festzelt.
Den offiziellen Part des Sportfestes gab es am Samstagabend mit der Einweihung des Mini-Spielfeldes. „Wir brauchen Bewegungsfelder für unsere Kinder“, sagte Bürgermeister Jürgen Scholz. Das Mini-Spielfeld, das mit 25000 Euro vom DFB und mit dem gleichen Beitrag von der Gemeinde finanziert ist, ist integriert in die Ganztagesbetreuung der Hofäckerschule. Aber auch neben dem Schulsport steht der Fußballplatz im Kleinformat offen – Scholz: „Wir versuchen noch zu regeln, dass auch die Kleinen darauf spielen können.“ Es sei aber wichtig, dass die Kommune Möglichkeiten zur Bewegung anbiete.
„Hier stimmt die Infrastruktur und die Kooperation mit der Schule“, ergänzte Hansjörg Arnold, Vorsitzender des Fußballbezirks Enz-Murr. Von den 1000 vom DFB gesponserten Spielfeldern hat der Bezirk sechs bekommen. Sieghard Geske, früherer Vorsitzender des VfR (jetzt ist Thomas Gast Vereinschef): „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das hier ist gut angelegtes Geld.“
Mit einem Einlagespiel der Bambinis wurde das Kunstrasen-Spielfeld eingeweiht. Vorher gab es von Scholz, Arnold und Geske den „offiziellen“ Anstoß – zehn Minuten vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft. Gestern Abend folgte auf dem großen Platz ein Spiel zwischen den Nord-Sersheimern, angeführt von Frank Pfeiffer, und den Bewohnern des Südens von Sersheim, „Kapitän“ hier: Andreas Ludwig. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurden eventuelle „Risse“ im Verhältnis der Bürger wieder schnell gekittet.
