Mittwoch, 23. Mai 2012

Lehrerkonzert in der Peterskirche


Viel beachtetes Lehrerkonzert.Hier Klaus Kusserow. Foto: Friedrich
Viel beachtetes Lehrerkonzert.Hier Klaus Kusserow. Foto: Friedrich

Vaihingen (sf) – Das Lehrerkonzert hat seine feste Position im jährlichen Zyklus der CJD Jugendmusikschule Vaihingen. Am Sonntag war es wieder einmal soweit: Die Schüler durften sich entspannt zurücklehnen. Es war der Nachmittag ihrer Lehrer, die sich und ihr Können im Bereich verschiedenster Instrumente präsentierten.
So breit gefächert das Unterrichtsangebot an der CJD Jugendmusikschule ist, so vielseitig waren auch Repertoire und Instrumentierung des Lehrerkonzerts am vergangenen Sonntagnachmittag in der sehr gut besuchten Vaihinger Peterskirche. Schüler, Eltern, Bekannte und Freunde der Jugendmusikschule bekamen eindrucksvolle Einblicke in die hohe musikalische Qualität, die den Lehrkräften bereits zu eigen ist und die sie im Laufe des jeweiligen Unterrichts sukzessive an ihre Eleven weitergeben wollen. Da passte übrigens das Statement eines jungen Schülers ins Bild, das Musikschulleiter Peter Kopp während des Programms zitierte: Jener Schüler hatte sich darüber gewundert, dass seine Lehrerin Julia Kraus ausgerechnet eine Étude offeriert. „Eine anspruchsvolle Konzertétude“, erklärte Kopp dem aufmerksamen Publikum, „ist allerdings nicht mit einer reinen Übungsétude zu verwechseln, wie sie die Schüler kennen.“
Was Julia Kraus im Rahmen des Lehrerkonzerts anbot, war denn vielmehr „eine der schwierigsten Étuden, die es für Klavier gibt“, versicherte Kopp. Genauer gesagt handelte es sich um die „Étude d´exécution transcendante Nummer 9, As-Dur“ von Franz Liszt. Eine große Herausforderung nicht nur in technischer Hinsicht, die Kraus aber bravourös und mit viel Fingerspitzengefühl zu meistern wusste. Zuvor hatte Klaus Kusserow das Konzert unter ganz besonderen Bedingungen eröffnet: Der Musikschullehrer war wenige Minuten zuvor erst am Bahnhof angekommen. Kusserow ist erst seit November letzten Jahres im Lehrer-Team dabei: Wegen der großen Nachfrage im Bereich der Gitarre, so Kopp, wurde er von der CJD-Jugendmusikschule verpflichtet. Sein akustisches Stelldichein gab er mit einem munteren „Vals opus 8 Nummer 4“ (Augustin Barrios)
Zwischen Schubert, Schumann und Jazz wandelten die Kollegen im weiteren Verlauf des Konzerts. Ute Münch (Klarinette) und Silke Miehlich (Klavier) lieferten sich ein sowohl einfühlsames, als auch feuriges Miteinander in Form von drei „Fantasiestücken“ von Robert Schumann. Ineke Busch (Vibraphon) und Elvira Lessle (Sopran) überzeugten mit einer modernen, aufwühlenden Komposition, die sich mit der Frage „What color is a soul“ beschäftigte. Monika Scholand (Querflöte) und Peter Appich (Klavier) hatten eine „Fantasie über ein Thema von Schubert“ vorbereitet. An Violine und Violoncello bestachen Dietlind Mayer und Cèline Papion. Nach der Pause luden zudem Tilman Aupperle (Violine) und Harald Scharpfenecker (Gitarre) zu einem Ausflug ins „Café 1930“ ein. Ineke Busch, Katrin Gläser, Elvira Lessle und Christine Wrase präsentierten sich als Gesangsquartett, ehe die Lehrer-Jazzband - Andreas Bader (Saxophon), Jochen Gunst (Gitarre), Peter Appich (Klavier), Bertram Rein (Bass) und Christoph Sabadinowitsch (Drums) – schließlich den gelungenen Abschluss fand.
Sachverstand bewies zudem Musikschulleiter Peter Kopp, der während des Nachmittags als Moderator durch das Programm führte und interessante Informationen zu den Stücken gab. Die ansprechenden Darbietungen seiner Kollegen lösten jeweils reichlich Beifall bei den Zuhörern aus, die sich angesichts derer in Sicherheit wiegen durften: Bei der musikalischen Erziehung sind ihre Kinder in der Jugendmusikschule Vaihingen offensichtlich in besten Händen.


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