Eberdingen (ub). Das Lehrschwimmbecken in der Nussdorfer Grundschule wird saniert. Der Eberdinger Gemeinderat beschloss am Donnerstagabend ein Gesamtpaket in Höhe von 416 000 Euro.
Damit ging der Gemeinderat noch weiter, als dies die Verwaltung vorgeschlagen hatte. Das Bauamt wollte wegen der hohen Kosten zuerst den Bauabschnitt eins realisieren und im nächsten Jahr die zweite Charge hinterherschieben. Nun aber hat das Gremium bereits das Gesamtprojekt auf den Weg gebracht, wobei die Sanierung der Fensterfassade, die Betoninstandsetzung und die Putzfassade gleich erledigt, während die Bereiche Schwimmbadtechnik, Heizung, Lüftung und Sanitär für die Wintermonate ausgeschrieben werden sollen. Mit 66 000 Euro wird die Sanierung des Lehrschwimmbeckens in Nussdorf aus dem Konjunkturpaket gefördert.
Nach den ersten Berechnungen hätte die Sanierung fast 800 000 Euro gekostet. Frank Müller vom Weissacher Ingenieurbüro Ratioplan stellte jetzt aber eine günstigere Kostenschätzung auf. Müller sah bei der Beckensanierung noch keinen akuten Handlungsbedarf bei der Beckensanierung – mit 200 000 Euro stellte dies einen hohen Kostenfaktor dar. Bei den anderen Gewerken ist das Urteil des Fachmannes dagegen eindeutig: Bei der Heizung sei die zentrale Anlagentechnik teilweise veraltet und sollte baldmöglichst ersetzt werden; die zentrale Anlagentechnik bei der Lüftung ist komplett veraltet und sollte baldmöglichst ersetzt werden; die zentrale Technik bei den sanitären Anlagen ist teilweise veraltet und sollte baldmöglichst ersetzt werden.
Bei dem Projekt betreutes Wohnen in der Hochdorfer Straße 6 in Eberdingen gibt es eine geänderte Planung. Der Gemeinderat stimmte zu. Die Baugrunduntersuchung brachte einige Besonderheiten zutage. „Wir waren überrascht, was wir vorgefunden haben“, sagte Dieter Lange von Urbanbau in Schönaich. Urbaunbau will das betreute Wohnen in Eberdingen bauen – jetzt allerdings ohne Untergeschoss. Aufgrund der schwierigen geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse und des damit erforderlich werdenden hohen technischen Aufwands zur Sicherung der Baugrube wolle man auf das Untergeschoss verzichten.
Nach den neuen Plänen hat das seniorengerechte Haus zwei Wohnungen weniger und auch auf das geplante Café wird verzichtet. „Das ist keine Not-, sondern eine Alternativlösung“, sagte Bürgermeister Peter Schäfer.
Ohne Tiefgarage und Keller will Urbanbau in der Hochdorfer Straße nun zehn Wohnungen, sechs Garagen und vier Carports bauen. Statt des Cafés soll der Gemeinschaftsraum an dieser Stelle eingerichtet werden – mit direktem Zugang zur Eingangshalle.
