Mittwoch, 23. Mai 2012

Gut gerechnet beim Bau des Feuerwehrhauses






Feuerwehrhaus Illingen. Foto: Arning
Feuerwehrhaus Illingen. Foto: Arning

Illingen (aa). Zwischendurch lief’s etwas holprig, aber am Ende stimmte die Rechnung. Der Neubau des Feuerwehrhauses Illingen ist mit einer Gesamtsumme von exakt 1 987 263,13 Euro abgeschlossen worden. Die Kostenschätzung lag bei zwei Millionen Euro. „Ich bin sehr zufrieden, es war eine Punktlandung.“ So drückte sich am Mittwoch in der Sitzung des Gemeinderats Bürgermeister Harald Eiberger aus. Für ein Projekt dieser Größe sei es ein gutes Ergebnis. Das Feuerwehrhaus an der Luigstraße war am 17. Juli 2009 nach einer Bauzeit von 18 Monaten seiner Bestimmung übergeben worden. Im seitherigen Domizil befindet sich inzwischen ein Sportstudio. Das Architekturbüro Kplan hat im Mai seine Schlussabrechnung vorgelegt. Seit 2006 waren für das Vorhaben Zahlungen zu leisten. Alleine an Kplan ging ein Honorar von 245 622 Euro. Dazu kamen sonstige Honorare von 22 613 Euro (Baugrundberatung, Prüfstatiker...). Als Baukosten werden 1,7 Millionen Euro ausgewiesen, unter „Sonstiges“ (Bauleistungsversicherung, Ausschreibungskosten, Bewirtung beim Spatenstich und bei der Einweihung...) sind noch 11 357 Euro aufgeführt. Unterm Strich waren jedoch auch noch 328 542 Euro aufzuwenden, um das Grundstück an der Luigstraße baureif zu machen. Im Gemeinderat gab es keine Anmerkungen zur Kostenfeststellung. Die Bürgervertreter genehmigten gleich auch noch den Kauf eines Stromerzeugers für das Feuerwehrhaus. Gemeinderat Winfried Scheuermann (CDU) moserte zwar, dass das jetzt erst komme und nicht gleich schon Bestandteil der Planung gewesen sei: „Entweder braucht man den Stromerzeuger oder man braucht ihn nicht.“ Auch Peter Pförsich (Grüne) zeigte sich verwundert, „dass die Planer das nicht vorher wussten“. Der Feuerwehr sei das Aggregat nicht erst in den letzten zehn Tagen eingefallen, verteidigte Bürgermeister Eiberger die Wehr. Und vorher hätte man den Stromerzeuger auch nicht umsonst bekommen. Im Falle eines Stromausfalls ist derzeit die Versorgung des Feuerwehrhauses nicht sichergestellt, denn die vorhandenen Stromerzeuger sind auf den Fahrzeugen „verlastet“ und so können keinen Betrieb des Feuerwehrhauses gewährleisten. Im Fall des Falles werde es kaum möglich sein, einen entsprechend großen Stromerzeuger zu mieten, wird argumentiert. Angeschafft werden soll ein Aggregat in einer Größenordnung von 60 kVA (kVA = Kilovoltampere). Es könnte im Notfall auch in der Stromberghalle eingesetzt werden, wenn dort Anschlüsse installiert würden. Orientiert hat sich die Feuerwehrführung um Kommandant Joachim Saalbach und seinen Stellvertreter Stefan Zwick an Erfahrungswerten in Mühlacker und Vaihingen. Es wird mit Kosten von rund 20 000 Euro gerechnet. Dafür sollen die beim Neubau des Feuerwehrhauses nicht benötigten Mittel verwendet werden. Den überplanmäßigen Ausgaben wurde zugestimmt.


Seitenanfang