Horrheim/Kleinglattbach (aa). Was ist los mit dem geplanten Ausbau der Kreisstraße zwischen Horrheim und Kleinglattbach? Es schiebt sich nichts. Die Bauinformationsschilder, die im Juni schon an der Straße standen, sind verschwunden. Kurze Vorspannantwort auf die Frage: Mitten im Sommer sollen keine großflächigen Rodungen vorgenommen werden. „Hier baut der Landkreis Ludwigsburg für Sie. Ausbau der Fahrbahn 1682, Umbau der Kreuzung L1131/K1682, Bauzeit von 5. Juli bis Anfang 2011. Bitte haben Sie Verständnis für Behinderungen.“ So stand es auf den Hinweistafeln, die der Fachbereich Straßen des Landkreises parallel mit dem Baubeschluss des Ausschusses Umwelt und Technik schon an die Straße stellen ließ. Man wollte schnell sein mit den Informationen. Und war wohl etwas zu schnell, denn bisher muss niemand Verständnis aufbringen. Die Leute wundern sich. Nur die Hinweisschilder auf den schlechten Straßenzustand und die Geschwindigkeitsbegrenzungen stehen unerschütterlich. Was ist los? Wo klemmt’s? Offenbar sind im Ludwigsburger Landratsamt Alarmglocken ausgelöst worden. Eine Rodung entlang der Straße wird mitten im Hochsommer als unpassend angesehen. Immerhin müssten auf einer Fläche von einem halben Hektar einige Hundert Festmeter Holz eingeschlagen werden. „Der Bauzeitenplan ist optimiert worden“, drückt sich Dr. Andreas Fritz, Sprecher des Landratsamtes, aus, „denn es sollen während der Brutzeit keine größeren Eingriffe vorgenommen werden.“ Der Baubeginn verschiebe sich deshalb geringfügig. Im Klartext: um sechs Wochen. Neuer Start soll am 16. August sein. Und dann auch nicht gleich im Waldbereich, sondern bei Horrheim an der Landesstraße 1131. Dort wird zunächst mit einer halbseitigen Sperrung der Straße gearbeitet. Über das Ende der Arbeiten wird noch nichts ausgesagt. Der Ludwigsburger Kreistag hatte im April den Ausbau der Kreisstraße (mit Radweg) grundsätzlich beschlossen. Sieben Firmen hatten bei der Ausschreibung Angebote angegeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Kirchhoff aus Leinfelden-Echterdingen (1,484 Millionen Euro). Zusammen mit dem Grunderwerb (130 000 Euro), Markierung, (40 000 Euro), Entsorgung von pechhaltigem Material (200 000 Euro), Honoraren, landschaftspflegerischem Ausgleich und Aufforstung summieren sich Gesamtkosten von rund 2,13 Millionen Euro.
