Mittwoch, 23. Mai 2012

Vaihinger Strandleben eröffnet




OB Gerd Maisch beobachtet, wie die Kinder das Band zerschneiden. Foto: Elsässer
OB Gerd Maisch beobachtet, wie die Kinder das Band zerschneiden. Foto: Elsässer

Vaihingen (elf). Idealer hätte der Auftakt für das Vaihinger Strandleben 2010 nicht sein können: Die Sonne brannte nicht allzu sehr vom Himmel, die Temperaturen stimmten und die sandelwütigen Kinder waren auch da. Bis 31. August kann das Mittelmeerflair auf dem Vaihinger Marktplatz genossen werden.
Der kleine Umzug vom Bürgerbrunnen auf den Marktplatz zum Auftakt des Strandlebens genießt mittlerweile Tradition. Allein bei den Besuchern scheint sich das noch nicht herumgesprochen zu haben. So setzte sich am Samstagmorgen – angeführt von Oberbürgermeister Gerd Maisch – ein überschaubares Grüppchen in Gang zum Strand, wo es von unzähligen Eltern und Kindern in Empfang genommen wurde. Und da der Strand vorwiegend von Kindern genutzt wird, waren es auch sie, die das Absperrband durchschneiden und somit den Betrieb freigeben durften. „Freut Ihr Euch auf den Strand?“, wollte der Oberbürgermeister von den Kindern wissen und erntete ein lautstarkes „Jaaa!“.
Man kann es nicht oft genug betonen: Das Vaihinger Strandleben ist ein Projekt, das auf ehrenamtlicher Arbeit und bürgerschaftlichem Engagement beruht. So war es nur recht und billig vom Vaihinger Stadtoberhaupt, sich bei dem Organisationsteam um Sabine Gassner für das Engagement zu bedanken. „Es gibt außerdem viele Leute, die in den etwas mehr als sechs Wochen dazu beitragen, dass am Strand alles sauber ist“, sagte der OB. Sein Dank galt auch den Veranstaltern von zahlreichen Aktionen, die den Strand auf dem Marktplatz abwechslungs- und einfallsreich zusätzlich mit Leben füllen. „Ich finde es toll, dass es so Viele gibt, die dafür sorgen, dass die Stadt noch schöner ist“, sagte OB Maisch.
Neben Gitarrenmusik und einem Spaßsportabzeichen wird es am Strand in den nächsten Wochen auch Flamenco-Tanz, Yoga, Karateübungen sowie eine Nacht der 100 000 Kerzen geben. Selbstverständlich ist auch die Vaihinger Kreiszeitung mit dem beliebten Zeitungspacken-Stoßen dabei. Nur noch sporadisch wird hingegen der Kiosk geöffnet haben, denn die Betreiberin hat aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit für geregelte Öffnungszeiten. Dafür kann man sich in diesem Jahr beim Marktcafé Kull mit Erfrischungen und einem Imbiss versorgen. Der Kiosk ist in den nächsten sechs Wochen vor dem Rathaus zu finden.
An was es noch fehlt, sind Ehrenamtliche, die sich um einen oder mehrere der Betreuungsdienste kümmern. „Die Listen sind schon wesentlich voller geworden“, sagt Ulrike Schmidt-Hitschler, eine der Organisatorinnen. Doch es seien immer noch einige Dienste zu vergeben. Insgesamt gebe es 96 Dienste, an jedem Tag zwei. Die Helfer werden vormittags und nachmittags/abends benötigt für das Einsammeln von Müll, das Kontrollieren der WCs auf dem Adlerplatz nach Verunreinigungen sowie für das Kontrollieren des Sandkastens auf Beschädigungen oder sonstigen Vandalismus.
Nachdem Sabine Gassner wegen Umzugs bald nicht mehr zur Verfügung steht, wird für den organisatorischen Bereich auch noch eine Person gesucht. Und: Sigrid Strey, die in den vergangenen Jahren mit der Kasse in den Wohngebieten unterwegs war und Geld für das Strandleben sammelte, wird in Zukunft auch nicht mehr dabei sein. Auch hier wird eine Nachfolge gesucht.
Finanziell sieht es hingegen gar nicht schlecht aus, was allerdings daran liegt, dass in diesem Jahr keine besonderen Investitionen zu tätigen waren. „Der Grundstock für das nächste Jahr ist da“, sagte Ulrike Schmidt-Hitschler, machte allerdings deutlich, dass es nach wie vor wichtig sei, dass die Leute sich in den Vaihinger Geschäften Strandbuttons kaufen, um das Projekt finanziell zu unterstützen.
Die erste Veranstaltung findet übrigens am Mittwoch (21. Juli) statt. Gitarrenmusik mit Begleitung ist ab etwa 18 Uhr angesagt.
www.strandleben.org




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