Mittwoch, 23. Mai 2012

Rückblick auf den Maientag




Beim Umzug gab es immer wieder Lücken. Aber auf die Vorführungen will auch niemand verzichten. Foto: Archiv
Beim Umzug gab es immer wieder Lücken. Aber auf die Vorführungen will auch niemand verzichten. Foto: Archiv

Vaihingen (ub). Die Kritik im Stadtteilausschuss wurde gleich zweimal laut: Im Bistrozelt habe es auf dem Festgelände keine Hähnchen gegeben. „Hähnchen und Bier gehören aber zu einem Fest“, lautete das Credo. Auch sonst gab es noch einiges zum Vaihinger Maientag 2010 zu sagen.
 Mit etwas Verspätung befasste sich der Stadtteilausschuss am Montagabend in einer Manöverkritik mit dem Heimatfest vom 22. bis 25. Mai. Das allgemeine Fazit aus Sicht der Stadtverwaltung: „Alle Besucher genossen die fröhliche Stimmung und die schön geschmückten Häuser.“
In seinem ersten Rückblick lobte Heiko Deichmann, Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus, das 34. Konzert für Kinder in der Sporthalle Alter Postweg: „Hier kam nie Langeweile auf.“ Einen geselligen Abend gab es auch bei der Weinprobe in der Stadthalle mit 145 Gästen. Deichmann: „Hinter dieser Veranstaltung steht allerdings ein Fragezeichen, weil die Sache immer noch defizitär ist.“ Beim Seniorennachmittag im Weinzelt Nonnenmacher müsse man über eine Änderung des Programms nachdenken, um mehr Publikum anzusprechen.
Die Konzerte bekamen alle ein dickes Lob. Bei der Matinee der CJD Jugendmusikschule wurden 100 Besucher gezählt, ein anspruchsvolles Programm auch beim Konzert zum Maientag mit dem Kammerorchester Vaihingen, zahlreiche Gäste beim legendären Platzkonzert des Musikvereins und hochkarätige Solisten beim Maientagskonzert in der Stadtkirche.
Einen großen Umfang habe der Umzug mit elf Musikkapellen, 87 Gruppen und 3000 Teilnehmern gehabt. Deichmann: „Leider bildeten sich von Anfang an größere Lücken, was auch dazu führte, dass einige Umzugsteilnehmer den ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche versäumten.“ Von Stadtrat Eberhard Zucker wurde bei der Debatte im Stadtteilausschuss kritisiert, dass der Umzug nach dem Gottesdienst „schleppend“ im Rondell angekommen sei. Kulturamtsleiterin Julia Dorda versprach für das nächste Jahr Besserung: „Wir wollen vor dem nächsten Maientag mit den Lehrern und den Ordnern eine Sitzung machen, damit die Sache nach dem ökumenischen Gottesdienst schneller geht.“
Großen Anklang habe wieder die Rondellfeier gefunden, wenn auch der Lauf nach dem Maien auf ungewohnter Strecke (Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Da brauchen wir nicht darüber zu diskutieren“) stattgefunden habe. Die Spielwiese der Verwaltung sei mit 150 Kindern vergleichsweise schlecht besucht gewesen.
Nach Angaben der Stadtverwaltung sei Festplatzpächter Hans Roschmann mit dem Geschäftsverlauf zufrieden gewesen. Deichmann: „Es gab aber einige Beschwerden, da beim Kindernachmittag die Freikarten zum Teil nicht angenommen wurden – so bei der kleinen Achterbahn.“ Und das obwohl alle Fahrgeschäfte im Vorfeld in einem Rundschreiben von Roschmann dazu aufgefordert worden seien.
Stadtrat Friedrich Wahl regte am Montagabend an, ob die Rede des Oberbürgermeisters zum Start des Maientags am Pfingstmontagmorgen nicht etwas kürzer ausfallen könne. Im Bistrozelt von Betreiberin Linda Ade vermisste Wahl den Festzeltcharakter. Auch sei hier die Musik viel zu laut gewesen.
Ulrich Grau bemängelte die fehlenden Hähnchen und versuchte eine Erklärung für die Lücken im Festumzug: „Das kommt daher, weil es viele Aufführungen gibt. Aber die Zuschauer sind dankbar dafür, wenn Leben im Umzug ist und die Gruppen etwas zeigen.“
Zur Abrundung des „äußerst gelungenen Maientags“ habe es das traditonelle Feuerwerk gegeben. Deichmann: „Das ist dem Fest angemessen.“




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