Markgröningen (aa). Seit dem 6. Februar 2010 ist Albrecht Fischer der CDU-Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Vaihingen in der Nachfolge von Günther Oettinger und wirkt im Stuttgarter Parlament mit. Und er fühlt sich nicht nur als „Einwechselspieler“ – um beim derzeit alles beherrschenden Fußballthema zu bleiben. Bei der Landtagswahl im kommenden Jahr will der Dauer-Ersatzmann (vier Perioden!) aus Gündelbach in die CDU-Stammmannschaft aufrücken. Über seine Aufstellung entscheidet jedoch kein Trainer. Bei der Nominierungsversammlung haben am Freitag (9. Juli, 19 Uhr) in der Stadthalle Markgröningen die im Wahlkreis 13 wohnenden CDU-Mitglieder das entscheidende Wort. Sie haben die Wahl: Wird Fischer (60) ihr Erstkandidat oder Konrad Epple (46) aus Ditzingen? Keine Chancen werden dem dritten Bewerber eingeräumt. Es ist Ulrich Raisch, ein Musikpädagoge aus Stuttgart, der auch schon Klaus Herrmann im Wahlkreis Ludwigsburg herausgefordert hat (und keine einzige Stimme erhielt). Auch bei der Bürgermeisterwahl in Hemmingen war Raisch angetreten (acht Stimmen). Aus Bönnigheim, Ditzingen, Eberdingen, Gerlingen, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Markgröningen, Oberriexingen, Sachsenheim, Schwieberdingen, Sersheim und Vaihingen kommen die CDU-Mitglieder, die am Freitag abstimmen dürfen. Rund 900 Personen sind wahlberechtigt. Sie müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben, deutsche Staatsbürger sein und ihren Hauptwohnsitz im Wahlkreis 13 haben. Spätestens am 26. Juni 2010 müssen sie Mitglied bei den Christdemokraten geworden sein. Die große Frage ist, wer sein Abstimmungsvolk am besten mobilisieren kann: Fischer mit dem Bereich Vaihingen oder Epple mit dem Strohgäu? „Glück auf, Konrad Epple!“, hat die CDU Ditzingen schon mal ins Netz gestellt. Sie sehen in ihrem Stadtverbandsvorsitzenden einen Gewinn für den Landtag. Die Kandidaten dürfen sich kurz vorstellen. Nach der Wahl des Erstkandidaten gibt Fischer einen Rechenschaftsbericht, anschließend wird der Zweitkandidat bestimmt. Hier bewerben sich Claudia Thannheimer aus Markgröningen und Andreas Lederer aus Gerlingen.