Mittwoch, 23. Mai 2012

Neue Abbauflächen




Der Steinbruch Sämann will seine Abbauflächen künftig auf die andere Straßenseite verlegen. Foto: Bögel
Der Steinbruch Sämann will seine Abbauflächen künftig auf die andere Straßenseite verlegen. Foto: Bögel

Illingen (ub). Für die Bürger des Wohngebietes Hummelberg in Illingen bedeutet dies Entwarnung. Der Steinbruch Sämann will auf die Rohstoffsicherungsflächen „Nordfeld“ und „Ostfeld“ verzichten und den Abbau künftig auf der Südseite der Bundesstraße 10 betreiben.
 Der Illinger Gemeinderat hat am Mittwochabend einstimmig diesen Planungen grundsätzlich zugestimmt. Diese Option muss aber erst einmal Einzug in den Regionalplan bekommen und die Auflagen der Träger öffentlicher Belange (Naturschutz, Forst, Wasser) müssen eingehalten werden. „Der Betreiber des Steinbruchs wollte aber erst das O.K. der Gemeinde“, sagte Ottilie Läkemäker, Leiterin des Illinger Bauamtes.
Das Stein- und Kieswerk Sämann zwischen Illingen und der Seemühle beabsichtigt, auf die beiden Rohstoffsicherungsflächen „Nordfeld“ und „Ostfeld“ zu verzichten und auf der Südseite der Bundesstraße 10 und nördlich des in Richtung Roßwag vorhandenen Steinbruchs des Unternehmens Kalk- und Schotterwerk Zimmermann einen neuen Abbaustandort zu erschließen. „Die Verlegung der Abbauflächen hätte eine positive Wirkung auf das Wohngebiet Hummelberg zur Folge und damit eine Verringerung der Beeinträchtigungen sowie des dort vorhandenen Konfliktpotenzials“, heißt es in der Sitzungsvorlage.
Die bisher nördlich der Bundesstraße abgebauten Flächen sollen gemäß der Rekultivierungsgenehmigung des Landratsamtes Enzkreis, die Bestandteil der aktuellen Abbaugenehmigung „Nordfeld“ vom Juli 2001 ist, verfüllt werden. Die eigentliche Werksanlage bleibt bestehen. Dies bedeutet, dass der Abbau der neuen Fläche südlich der B 10 als sogenannter Kesselbau (von oben nach unten) vorgenommen wird und das dort abgebaute Material mit einem Förderband über die Bundesstraße zum vorhandenen Schotterwerk transportiert und dort weiter verarbeitet wird.
Die neue Abbaufläche, die rund 13 Hektar umfasst, grenzt an die Nordseite des Steinbruchs Zimmermann an. An der Westseite liegt in Sichtentfernung die Seemühle. Läkemäker: „Durch den geplanten Kesselabbau bleibt das Landschaftsbild erhalten und wird nicht beeinträchtigt.“ Der Bereich zwischen Schmiebach und Abendwäldle werde nicht angetastet.
Bei verschiedenen Abstimmungsgesprächen signalisierten die Träger öffentlicher Belange bereits Zustimmung zu den Plänen.




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