- Vaihinger Gemeinderatssitzung. Foto: Arning
Vaihingen (aa). Der Vaihinger Gemeinderat ist übersichtlicher geworden. Nach den Wahlen vom 7. Juni hat es im Sitzungssaal Platz gegeben. Das Gremium zählt jetzt nur noch 35 Sitze, acht weniger als in der letzten Wahlperiode. Die Stadträte sind gestern Abend verpflichtet worden.
Im öffentlichen Teil der Sitzung gab es lediglich protokollarische Dinge zu regeln. So sprach Stefan Wasserbäch (Horrheim) stellvertretend die Verpflichtungsformel. Der Horrheimer Ortsvorsteher ist nach wie vor der jüngste Stadtrat (Jahrgang 1976).
167 Kandidaten für die 28 Sitze hatte es bei der Wahl am 7. Juni gegeben. Das Gremium wuchs dennoch durch Ausgleichssitze auf 35 Köpfe an. Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Wir müssen darüber sprechen, ob die unechte Teilortswahl fast 40 Jahre nach der Gemeindereform noch das Richtige ist.“ Es habe ja auch viele ungültige Stimmen gegeben. Die Angelegenheit müsse ergebnisoffen diskutiert werden. Im neuen Gremium sind 25 bisherige Stadträte wieder vertreten; zehn sind Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 54 Jahren und einem Monat.
Zu den ehrenamtlichen Stellvertretern des Oberbürgermeisters sind von den beiden größten Fraktionen im Gemeinderat (Freie Wähler und CDU) Walter Sämann (FW, Vaihingen) und Thomas Fritz (CDU, Ensingen) vorgeschlagen worden. Beide wurden gestern gewählt. Im Ältestenrat sind unter anderem die Vorsitzenden der Fraktionen vertreten: Walter Sämann (FW), Matthias Siewert (CDU), Eberhard Berg (SPD), Susanne Schwarz-Zeeb (Grüne) und Helga Eberle (FDP). Man merkt: In den Fraktionen gab es Veränderungen. Siewert hat bei der CDU Thomas Fritz beerbt, Helga Eberle übernahm bei der FDP die Position von Friedrich Wahl. Stellvertreter der Fraktionsvorsitzenden sind im Ältestenrat: Sieglinde Kühnle, Stefan Leibfried, Reinhard Bolter, Harald Gaßner und Prof. August Lachenmann. Weitere Mitglieder sind Eberhard Zucker, Erich Hangstörfer, Werner Rohloff, Dr. Heike Tapken-Brust und Friedrich Wahl. Kurt Erhardt (B10, Enzweihingen) wurde auf seinen Antrag hin ebenfalls in den Ältestenrat gewählt (26 Ja-Stimmen, sechs Ablehnungen).
Die Freien Wähler waren als stärkste Fraktion aus den Kommunalwahlen hervorgegangen; sie dominieren jetzt auch die Ausschüsse. Der Gemeinderat hat drei Ausschüsse (je 13 Personen), die die Themen vorberaten. Die Zahl der Mitglieder aus den einzelnen Fraktionen wurde nach d'Hondt vorgenommen. Den Freien Wählern stehen fünf Sitze zu, der CDU drei, SPD und Grüne haben jeweils zwei Sitze, die FDP einen. Die Bürgerinitiative B10, die einen Vertreter im Gemeinderat hat, ist demnach in keinem Ausschuss stimmberechtigt.
Dem Verwaltungs- und Finanzausschuss gehören künftig an – FW: Eduard Aldinger, Eberhard Zucker, Lars Keller, Armin Nonnenmacher, Sieglinde Kühnle. CDU: Thomas Fritz, Erich Hangstörfer, Matthias Siewert. SPD: Maria Hilgers, Werner Rohloff. Grüne: Harald Gaßner, Armin Zeeb. FDP: Friedrich Wahl.
Der Technische Ausschuss (TA), zugleich Betriebsausschuss des Städtischen Versorgungsbetriebs, setzt sich aus diesen Stadträten zusammen: FW: Eberhard Zucker, Walter Sämann, Stefan Wasserbäch, Helmut Raichle, Gerhard Reutter. CDU: Stefan Leibfried, Hagen Stierle, Erich Hangstörfer. SPD: Eberhard Berg, Reinhard Bolter. Grüne: Susanne Schwarz-Zeeb, Gudrun Natterer. FDP: Prof. August Lachenmann.
Im Sozial- und Kulturausschuss (SKA), der auch Betriebsausschuss für die Sozialstation Vaihingen ist, wird gebildet von: FW: Christel Schaller, Walter Sämann, Bastian Walz, Hans-Martin Gutjahr, Armin Köhler. CDU: Susanne Schneider, Lothar Morlock, Matthias Siewert. SPD: Eberhard Berg, Annekatrin Romano. Grüne: Susanne Schwarz-Zeeb, Dr. Heike Tapken-Brust. FDP: Dagmar Holzberg.
Nicht direkt gewählt werden die Mitglieder des 16-köpfigen Stadtteilausschusses. Er setzt sich aus Vertretern der Fraktionen (mindestens neun Mitglieder) und „sachkundigen Einwohnern“ zusammen, wobei den Freien Wähler sechs Sitze zustehen (CDU drei, SPD ein Sitz, Grüne drei, FDP drei). FW: Eberhard Zucker, Walter Sämann, Lars Keller, Armin Nonnenmacher. CDU: Susanne Schneider. Grüne: Gudrun Natterer, Armin Zeeb. FDP: Dagmar Holzberg, Friedrich Wahl. Sachkundige Bürger sind – FW: Martin Braun, Wilfried Schenk. CDU: Jürgen Rapp, Angelika Blessing. SPD: Elisabeth Lampl-Hegazy. Grüne: Wilfried Breit. FDP: Gerhard Wilhelm.
Im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Vaihingen (mit den Gemeinden Eberdingen, Sersheim und Oberriexingen) ist Vaihingen mit acht Personen (plus OB) vertreten: Es sind dies: FW: Walter Sämann, Eberhard Zucker, Sieglinde Kühnle. CDU: Erich Hangstörfer, Stefan Leibfried. SPD: Eberhard Berg. Grüne: Armin Zeeb. FDP: Helga Eberle.
In den Zweckverband Zentrales Gewerbegebiet Ensingen-Süd (mit Illingen) entsendet Vaihingen zehn Mitglieder. FW: Walter Sämann, Hans-Martin Gutjahr; Bastian Walz, Sieglinde Kühnle. CDU: Erich Hangstörfer, Hagen Stierle. SPD: Maria Hilgers. Gründe: Susanne Schwarz-Zeeb. FDP: Prof. August Lachenmann.
Im Aufsichtsrat der Grundstücks- und Projektgesellschaft „Perfekter Standort mbH“ ist die Stadt mit dem OB und elf Stadträten präsent – FW: Armin Nonnenmacher, Bastian Walz, Stefan Wasserbäch, Sieglinde Kühnle, Hans-Martin Gutjahr. CDU: Erich Hangstörfer, Hagen Stierle. SPD: Werner Rohloff. Grüne: Susanne Schwarz-Zeeb, Gudrun Natterer. FDP: Friedrich Wahl.
Aufsichtsratsmitglieder der Stadtbau Vaihingen sind – FW: Armin Nonnenmacher, Helmut Raichle, Armin Köhler, Christel Schaller, Walter Sämann. CDU: Erich Hangstörfer, Hagen Stierle. SPD: Eberhard Berg, Werner Rohloff. Grüne: Armin Zeeb. FDP: Prof. August Lachenmann.
Dem Stiftungsrat der Bürgerstiftung Vaihingen gehören an – FW: Stefan Wasserbäch, Sieglinde Kühnle, Walter Sämann, Eberhard Zucker, Armin Nonnenmacher. CDU: Matthias Siewert, Lothar Morlock. SPD: Eberhard Berg, Annekatrin Romano. Grüne: Harald Gaßner, Susanne Schwarz-Zeeb. FDP: Dagmar Holzberg.
Im Beirat der Jugendmusikschule ist neben dem OB Sieglinde Kühnle vertreten. Die Besetzung des Beirats im Karl-Gerok-Stift zog eine geheime Wahl nach sich. Christel Schaller gewann mit 26:9 gegen Susanne Schwarz-Zeeb. Eine Stimme fiel an Eberhard Berg.