Mittwoch, 23. Mai 2012

Dachsanierung am FAG




Dachsanierung am FAG in Vaihingen. Foto: Arning
Dachsanierung am FAG in Vaihingen. Foto: Arning

Vaihingen (aa). Am 31. Juli wären sie 48 Jahre alt geworden, die Ziegel auf dem Dach des Friedrich-Abel-Gymnasiums (FAG) Vaihingen. Jetzt fliegen sie runter. Im Rahmen der Maßnahmen des Konjunkturpakets II wird schwerpunktmäßig am FAG gearbeitet.
Zimmermann Jens Hafner dreht einen Ziegel um. Da steht es: 31. Juli 1961. Und auch der Hersteller ist genannt. ZWM steht für Ziegelwerk Mühlacker. Doch an diesen Details halten sich die Zimmerleute nicht auf. Die Ziegel müssen alle runter vom 1330 Quadratmeter großen Bau-I-Dach.
Am Montag hat die Heinzelmann-Truppe aus Mühlacker mit der Arbeit begonnen. „Vier Wochen sind kalkuliert“, sagt Jens Hafner. Architekt Norbert Stecher aus Kleinglattbach ist am Dienstagvormittag auch aufs Dach gestiegen, um sich mit den Zimmerleuten zu besprechen. Er hat 2000 Arbeitsstunden angesetzt und hat auch die Kosten für die Sanierung parat: 185000 Euro brutto. Stecher will nicht jammern, doch er hat Druck. Das Friedrich-Abel-Gymnasium ist der Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Konjunkturprogrammes; hier sind sechs Baustellen zu koordinieren – vom Dach bis zu den Toiletten im Untergeschoss.
Bleiben wir beim Dach. In den Jahren 1962/63 wurde das Gymnasium errichtet – nach den damaligen Standards eben. Dämmung war fast noch ein Fremdwort. „Wir bauen jetzt zunächst eine sechs Zentimeter dicke Glaswollschicht ein, oben drauf kommt eine Holzfaserdämmung, acht Zentimeter stark“, erklärt Jens Hafner. Zuerst müssen jedoch die Ziegel und die alte Lattung runter. „Wir bemühen uns, den Krach so gering wie möglich zu halten“, meinen die Zimmerleute. Das heißt: Wenn am Morgen der volle Schulbetrieb läuft, wird abgedeckt und die Latten runtergerissen. Am Mittag wird dann gedübelt. Nächste Woche, wenn die Ferien beginnen, braucht man keine Rücksicht mehr zu nehmen.
 Die alten Ziegel können nicht mehr verwendet werden; sie werden beim Wegebau eingesetzt. Nach der Einschätzung der Heinzelmann-Spezialisten muss auch keine besondere Regenvorsorge getroffen werden. Die Dachschräge ist betoniert; die Flächen darüber sind mit Dachpappe verschweißt. Da dürfte nicht viel passieren.
Ortswechsel: Fünf Klassenzimmer werden derzeit von den Malern belegt. „Insgesamt werden zehn Klassenräume saniert“, erzählt Architekt Stecher. Auch hier geht es vorrangig um die Dämmung. Ob auch die Markisenanlage noch erneuert wird, soll in der kommenden Woche entschieden werden. Die Toiletten sind noch dran, es werden Windfänge im Treppenhaus eingebaut. Mit Ferienbeginn verlegt man die Fahrradabstellplätze am Alten Postweg. Es tut sich also mächtig was. Vor dem Hintergrund des Handwerkerauflaufs ist die Sanierung des Schulhofes ins kommende Jahr verlegt worden; diese Maßnahme wäre in den Ferien nicht auch noch zu stemmen gewesen.
Insgesamt werden die Maßnahmen am Friedrich-Abel-Gymnasium mit 883000 Euro bezuschusst. Die Stadt hat einen Eigenanteil von 25 Prozent zu tragen.




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