Mittwoch, 23. Mai 2012

Illinger Feuerwehr feiert neues Domizil




Das neue Illinger Feuerwehrhaus aus der Vogelperspektive. Foto: Elsässer
Das neue Illinger Feuerwehrhaus aus der Vogelperspektive. Foto: Elsässer

Illingen (elf) – In Betrieb genommen hat die Freiwillige Feuerwehr Illingen ihr neues Domizil bereits vor gut einer Woche. Seit Samstag darf sie es auch offiziell nutzen, denn Bürgermeister Harald Eiberger überreichte den beiden Kommandanten Volker Schmidt und Gerd Schmidt den goldenen Schlüssel.
Die Illinger Bevölkerung steht hinter ihrer Feuerwehr. Das zeigte sich am vergangenen Wochenende, als die Menschen zuhauf kamen, um sich das neue Feuerwehrhaus in der Luigstraße anzusehen. Der „funktionale Zweckbau“, wie er allenthalben genannt wird, kann sich auch durchaus sehen lassen. So nutzten die Leute zwei Tage lang die Gelegenheit und ließen sich von den Illinger Floriansjüngern durchs gesamte Gebäude führen und schauten sich alles genau an.
Einer, der keine Führung mehr benötigte, war Bürgermeister Harald Eiberger. Er kannte sich bereits bestens aus und überreichte an Gesamtkommandant Volker Schmidt und Abteilungskommandant Gerd Schmidt den goldenen Schlüssel, den er am Abend vorher von Christian Lanzinger, Vorstand des Planungsbüros kplan AG, erhalten hatte. „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man die Feuerwehr hat und dass die Feuerwehrleute sowie das Material und die Fahrzeuge gut untergebracht sind“, sagte der Schultes. In einem Rückblick erzählte Eiberger, dass das alte Feuerwehrhaus schon seit längerer Zeit nicht mehr die nötige Kapazität hatte, die für Illingen notwendigen Fahrzeuge aufzunehmen. Dazu kamen unzureichende Lager- und Werkstatträume, ein Raum für die Jugendarbeit fehlte und in den Sanitärräumen fehlte ein Trakt für das weibliche Geschlecht. Eine Wärmedämmung fehlte auch. Mit dem neuen Feuerwehrhaus habe man ein Gebäude, das durch seine „Klarheit und Funktionalität“ besteche. Kritik äußerte der Bürgermeister an den finanziellen Förderungsmodalitäten. Das Zwei-Millionen-Projekt sei mit 320000 Euro Landesmitteln bezuschusst worden. „Eine weitere Ausgleichsstockförderung wäre möglich gewesen, ist aber unterblieben.“ Für ihn sei es ärgerlich, dass es eine Feuerwehrförderung nur dann gibt, wenn das Gebäude nach DIN-Norm gebaut wird. „Ob diese Norm immer sinnvoll ist, sei dahingestellt „Trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht“, so Eiberger. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. „Es passt zu uns Schwaben – zurückhaltend und zweckmäßig oder ähnlich wie unsere Spätzle: nicht extravagant aber gut.“
Vor der Schlüsselübergabe gab es eine Demonstration der Leistungsfähigkeit der Illinger Feuerwehr. So geriet in einer Schauübung ein Pkw unter das Mulchgerät des kommunalen Bauhofs. Ein zweiter Pkw erkannte den Unfall, geriet in die Böschung und fiel auf die Seite. Mit vier Fahrzeugen und 16 Mann rückte die Illinger Wehr nun an, um den „Verletzten“ zu helfen. Nach einer beeindruckenden knappen halben Stunde gab es Applaus von den zahlreich erschienenen Zuschauern. Sie konnten sich anschließend noch weitere Informationen aus dem Einsatzgeschehen holen und die Einsatzfahrzeuge sowie die Gerätschaften besichtigen. Dies war auch am Sonntag beim Tag der offenen Tür möglich. Gestern ging es unter anderem mit dem Drehleiterwagen der Werkfeuerwehr von Bosch in Schwieberdingen hoch hinaus.
Übrigens: Nicht nur von den umliegenden Feuerwehren, sondern auch von Thonhausen (Thüringen) und Illingen (Saar) kamen Vertreter. Ein ganzer Bus voll Floriansjünger kam aus Jesingen (Kirchheim unter Teck), der einstigen Heimatgemeinde von Bürgermeister Harald Eiberger, um mit den Illinger Feuerwehrleuten zu feiern. Und Geschenke gab es auch noch. Der Motorsportclub (MSC) Illingen überreichte einen Scheck in Höhe von 150 Euro und aus Thonhausen gab es ein selbstgemaltes Bild. Heute (20. Juli) finden die Feierlichkeiten im Rahmen der Eröffnung des Illinger Feuerwehrhauses mit dem Festausklang ab 18 Uhr ihren Abschluss.




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