Mittwoch, 23. Mai 2012

Feuerwehrhaus Illingen eingeweiht




Prominenz bei der Einweihung des Illinger Feuerwehrhauses. Foto: Elsässer
Prominenz bei der Einweihung des Illinger Feuerwehrhauses. Foto: Elsässer

Illingen (elf) – Seine Dichtigkeitsprobe hat das neue Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Illingen bestanden. Im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier des neuen Feuerwehrhauses gestern Abend regnete es in Strömen – doch die geladenen Gäste saßen im Trockenen und lauschten den zahlreichen Grußworten.
Die Liste der Ehrengäste war lang. Neben Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Harald Eiberger wohnten auch Bezirksbrandmeister Jürgen Link und Kreisbrandmeister Ingbert Fürtsch der Veranstaltung bei. Gemeinderäte (alt und neu) sowie Kommandanten der umliegenden Feuerwehren komplettierten die Gästeliste.
Bürgermeister Eiberger erinnerte daran, dass die Illinger Floriansjünger bereits vor zehn Jahren darauf hingewiesen hatten, dass das Feuerwehr-Gerätehaus im Ortszentrum den Anforderungen nicht mehr genüge. Die Raumgestaltung sei nicht so herausragend gewesen wie preisgekrönte Architektur, was der Illinger Schultes als „Geburtsfehler des alten Hauses“ bezeichnete. Dafür sei das neue Gebäude in der Luigstraße umso zweckmäßiger und werde den aktuellen Herausforderungen in jeder Hinsicht gerecht. Der notwendige Beschluss des Gemeinderats, die bewilligten Fördermittel und nicht zuletzt die Einsatzbereitschaft der Illinger Feuerwehrleute hätten das Projekt erst möglich gemacht.
Winfried Scheuermann durfte als Illinger Bürger für die Landtagsabgeordneten sprechen. Seit 1976, als er Gemeinderat wurde, sei dies nun die dritte Unterkunft der Illinger Wehr. Vor dem Ortszentrum sei die Feuerwehr gegenüber der Kelter untergebracht gewesen. „Jetzt sind Sie in einem modernen und funktionsgerechten Gebäude sowie in ausreichendem Umfang untergebracht“, so Scheuermann. In Anbetracht der Tatsache, dass die Feuerwehrleute ihren Dienst rein ehrenamtlich verrichten, hätten sie es verdient, „so ausgestattet zu werden, wie es dem Stand der Technik entspricht“. Darüber hinaus wies der Landtagsabgeordnete darauf hin, dass das neue Feuerwehrhaus „in einem wenig ansprechenden Quartier Akzente setzt“.
Für ihn sei es die erste Einweihung eines neuen Feuerwehrhauses, sagte Bezirksbrandmeister Jürgen Link als Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe. „Die Feuerwehr Illingen ist eine der herausragenden im Enzkreis“, lobte Link. Um die Bürger in Not schnell erreichen zu können, sollte der Standort eines neuen Gerätehauses möglichst zentral und auf die Zukunft ausgerichtet sein. Daneben sollte es nach Möglichkeit wenig kosten. Dies erfordere eine vorausschauende Planung und einen zweckmäßigen Bau. „Die Feuerwehr ist nichts anderes als ein Logistikunternehmen“, sagte Link. In Illingen sei mit dem neuen Gebäude „Brandschutz in hoher Qualität zu einem geringen Preis“ von rund zwei Millionen Euro realisiert worden.
Volker Schmidt, Gesamtkommandant der Illinger Feuerwehr, warf einen Blick zurück auf die Bauphase vom Spatenstich am 7. April 2008 bis zur Inbetriebnahme am 9. Juli. Es sei eine richtige Entscheidung gewesen, das Haus neu zu bauen, anstatt 15 bis 16 Monate den Feuerwehrbetrieb auf einer Baustelle durchzuführen. „Da kann man alles Architektonische außen vor lassen“, sagte Schmidt. Während der Bauphase sei auch einiges nicht nach Plan gelaufen. Der Fensterlieferant habe beispielsweise nicht rechtzeitig geliefert und der lange Winter habe den Bau verzögert. Dennoch konnte der Umzug Anfang Juli abgeschlossen werden. „Entstanden ist ein zweckmäßiges Feuerwehrhaus ohne viel Schnickschnack und in einem gesunden Kosten-Nutzen-Verhältnis“, sagte Schmidt. Diese Unterkunft sei für die nächsten Jahrzehnte mehr als ausreichend.




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