Kleinglattbach: Umzug zum Jubiläum des MV
Kleinglattbach (aa). Wo waren die Musikkapellen aus der Umgebung? Diese Frage drängte sich gestern Nachmittag beim Jubiläumsumzug des MV Kleinglattbach unweigerlich auf. Gerade mal die Gastgeber und der Musikverein Vaihingen waren im Festzug zu hören.
Die geballte Ladung von Festen im Heimatraum wirkte sich auch auf das Kleinglattbacher Musikvereins-Jubiläum aus. Der Andrang der Zuschauer an der langen Bahnhofstraße war durchaus übersichtlich. Wie es sich gehört, marschiert der Gastgeber vorneweg. Sogar der Täfelesträger bewegt sich im Gleichschritt mit der Mannschaft von Erwin Gutmann. Die MVK-Jugend hinterher. Und das Vorstandsduo Alexander Renz/Monika Wallentin sitzt strahlend auf einem mächtigen DRK-Hanomag. Die Schulen zeigen sich sportlich und musikalisch. Da lässt man Erinnerungen an das Wakatanka-Musical, das in Zusammenarbeit mit dem MVK aufgeführt wurde, aufleben. Der TSV hat unter anderem Freizeitsportler und Tischtennisspieler in dem Umzug integriert. Es macht den Herrschaften sichtlich Spaß, für sich zu werben. Die Fußballer konnten es wohl nicht richten, dabei hätten sie doch mit einigem Stolz den Stadtpokal durch den Ort tragen können.
Ortsvorsteherin Sieglinde Kühnle lässt sich von Bernd Hackl von den Enzweihinger Oldtimerfreunden im Golf-Cabrio chauffieren. Wesentlich nobler ist OB Gerd Maisch unterwegs. Er sitzt in einem Marmon vom Baujahr 1929 und verteilt wohldosiert Eisbonbons der Kleinglattbacher Hausmarke. Die Oldtimerfreunde um Reinhold Bäuerle im Simca haben mehrere Schlepper mitgebracht. Und aus Enzweihingen hängen gleich die Indiaca-Akteure des TSV hinten dran, machen auf den Jugend-World-Cup aufmerksam. Der Liederkranz darf natürlich nicht fehlen. Beim OGV werden Rosen und Radieschen verschenkt; der Ehrenvorsitzende Kurt Rampmaier genießt das sichtlich. Als weiße Macht präsentieren sich die Aktiven des Karate-Vereins. Und dann noch der Jugend-Freizeitclub, der schon mal zum Kelterfest im Oktober einlädt. Der DRK-Ortsverein hat sich vom Fest in Vaihingen losgeeist und beschließt mit Holger Hanke am Steuer des Einsatzfahrzeugs den bunten Lindwurm.
Dazwischendrin mit viel Power der Musikverein Vaihingen. Bruno Gießer, der am 4. Juli verabschiedet wurde, marschiert strahlend vorneweg. Dass der Festzug in Kleinglattbach noch auf ihn zukommen würde, hatte er gewusst. Nach exakt 18 Minuten ist die Parade vorbei. Im Festzelt trifft man dann doch noch auf weitere Musikvereine, die für das Nachmittagsprogramm sorgen.

