Mittwoch, 23. Mai 2012

Hallendach undicht




Der Trainer musste aufwischen. Foto: Wirth
Der Trainer musste aufwischen. Foto: Wirth

Oberriexingen (elf) – Ob die Oberriexinger irgendwann einmal glücklich mit ihren beiden Hallen werden? Eine Sportveranstaltung vor zwei Wochen musste unterbrochen werden, weil während eines Gewitters Regenwasser durch das undichte Dach der Sporthalle drang. Der Einsatz eines Wischmopps war erforderlich. Bis zu den Sommerferien soll das Problem behoben sein.
Es war die Endrunde der B-Jugendlichen im Mädchen-Handball des Bezirks Enz-Murr. Während drinnen dem Ball nachgejagt wurde, tobte draußen ein Unwetter. Schnell bildete sich vor einem der beiden Tore ein kleiner See, der von Hans Schuster, dem Oberriexinger Trainer, trockengelegt wurde. Ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte über die beiden Oberriexinger Hallen.
Es war im Jahr 1986, als die Sporthalle eingeweiht wurde. Doch bereits innerhalb der Gewährleistungszeit war das Dach undicht geworden. Der Grund: Das Dach war mit aufgeklebten Bitumen-Schindeln gedeckt worden. Doch für eine solche Dachart habe die zu geringe Dachneigung nicht gepasst – es wurde undicht, berichtet Bürgermeister Willi Baur. Die Stadt erstritt eine Erneuerung des Dachs. 75 Prozent der Kosten hierfür hatte der Generalübernehmer zu tragen, 25 Prozent der Architekt. Auf das alte Bitumen-Schindel-Dach wurde ein Aluprofildach montiert. 1996 war das. „Dann war erstmal Ruhe“, erinnert sich Baur. Doch im Lauf der Jahre habe sich gezeigt, dass sich das Aluprofildach je nach Temperatur dehnt oder zusammenzieht. Dadurch lockerten sich zahlreiche Schrauben, die letztes Jahr von der Stadt für rund 20000 Euro erneuert wurden. Jetzt ist dort eigentlich alles dicht. Eigentlich.
Doch da gibt es ja noch das Dach der Verbindung von Festhalle und Sporthalle. Da ist nun ein altes Stück Dachpappe verrutscht, was letztlich für den kleinen See beim Handballspiel vor zwei Wochen sorgte. Bis zu den Sommerferien sei auch dieses Leck gestopft, so dass künftig wieder alles dicht ist, was mit den beiden Oberriexinger Hallen zu tun hat, hofft Bürgermeister Baur.
Ärger mit einem Hallendach gab es auch 2003. Bei der Sanierung der Oberriexinger Turn- und Festhalle stellten die Handwerker fest, dass das Dach porös ist und sich gesenkt hat. Ein Experte kam in einem Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Dachkonstruktion schon seit langem völlig überlastet war und warnte vor Einsturzgefahr. Mit Holzbalken wurde die Festhalle damals von außen und von innen abgestützt. Nach umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen konnte die Halle erst 2005 wieder in Betrieb genommen werden.




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