Vaihingen (ub). Es war ein gelungener Vaihinger Maientag 2009: das Wetter passte, die Stimmung war gut, es waren viele Menschen in der Stadt, die Veranstaltungen waren gut besucht, in dichten Reihen wurde einer der längsten Umzüge am Pfingstmontag beklatscht – und auch beim Maientags-Rückblick am Montagabend im Stadtteilausschuss gab es keine Kritik.
„Wir können nur rundweg Positives vermelden“, so die Bilanz von Stadtkämmerer Jürgen Liegmann, Cheforganisator des traditionellen Heimatfestes. „Wir hatten erst Sorge, dass durch die Verlegung der Ferien die Besucherfrequenz nachlässt – aber das Gegenteil war der Fall“, freute sich Oberbürgermeister Gerd Maisch. Einen öffentlichen Dank gab es von Liegmann für die Pädagogen, die sich beim Flößertanz einbringen und die dafür sorgen, dass genügend Teilnehmer beim Kernstück des Maientags mitmachen. Kritisiert wurde bei der Sitzung am Montagabend nur die wenig anheimelnde Atmosphäre bei der Weinprobe in der Stadthalle. Maisch: „Ich nehme das Thema mit zu der Besprechung mit den Besitzern der Weinbaubetriebe.“
Der Rückblick im Detail: Das Konzert für Kinder in der Sporthalle Alter Postweg wurde von den Teilnehmern am Pfingstsamstag mit viel Begeisterung und Freude den rund 350 Besuchern dargeboten. Auch die fantasievollen Kulissen und Kostüme mit viel Liebe zum Detail fanden bei den Gästen wieder große Beachtung. Die Maientagsweinprobe am Abend in der Stadthalle hatte mit rund 250 Besuchern mehr Zuspruch als im Vorjahr (130 Besucher). Der Seniorennachmittag im Weinzelt Nonnenmacher war mit 150 Gästen nur schwach besucht.
Die musikalische Matinee mit dem Jugendsinfonieorchester der CJD Jugendmusikschule am Sonntagmorgen erfuhr mit einer voll besetzten Peterskirche großen Anklang bei den Besuchern. Das Konzert zum Maientag „Die Mannheimer Schule – höfische Barockmusik im Aufbruch zum Bürgertum“ des Kammerorchesters Vaihingen am Sonntagabend in der Peterskirche fand vor rund 100 Besuchern statt. Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Pianistin Kristina Lorenz, die mit Bravour und mitreißendem musikalischem Temperament den Solopart des Klavierkonzerts meisterte. Zum Platzkonzert des MVV auf dem Marktplatz kamen erneut zahlreiche Gäste. Die flotte Blasmusik erfreute die Besucher vom ersten Ton an.
Das Konzert in der Kirche mit dem Ensemble „Klangwerkstatt Weimar“ hatte zahlreiche Besucher am Montagabend. Sie erlebten ungewöhnliche Klangpassagen, die mit bestechender Sicherheit vorgetragen wurden.
Bei strahlend blauem Himmel nahm der Festzug mit acht Minuten Verspätung wieder von der Steinbeisstraße aus seinen gewohnten Verlauf. Mit zwölf Musikkapellen, insgesamt 92 teilnehmenden Festzugsgruppen und 3500 Festzugsteilnehmern erreichte der Festzug einen „bemerkenswerten Umfang“. „Bis auf kleinere Lücken und Verspätungen kam der Festzug wie gewohnt reibungslos auf dem Marktplatz an“, so Kämmerer Liegmann und Kulturamtschefin Julia Dorda in ihrem Rückblick. Der Gottesdienst in der Stadtkirche war ebenfalls sehr gut besucht.
Die Rondellfeier hatte gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr Besucher. Alle Programmpunkte wurden von den Schülern „sehr ansprechend und voller Elan“ dargeboten. Die von Lisa Gahn vorgetragene Festrede bestach durch inhaltliche Präzision und anschauliche Interpretation des Maientagsmottos. Die Moderation von Gudrun Breitinger trug wie in den Vorjahren zur festlichen Stimmung der Rondellfeier bei.
Die Spielwiese der Stadtverwaltung am Pfingstmontag war mit 300 Kindern sehr gut besucht. Wieder einmal bleibt festzustellen, dass dieses Angebot für Kinder und Familien eine willkommene Alternative zum Vergnügungspark ist.
Festplatzpächter Hans Roschmann war nach Angaben der Stadtverwaltung mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Zur schönen Stimmung auf dem Vergnügungspark trug das Riesenrad und die gelungene Mischung der Fahrgeschäfte bei. Beschwerden wegen der Nichtannahme von Freifahrscheinen und Bummelpässen sind der Verwaltung nicht bekannt geworden. Auch die Bistrozeltbetreiberin Linda Ade zeigte sich mit der „ausbaufähigen“ Situation ihres Angebots einverstanden. Sehr gut angenommen wurden die Angebote des Festzeltes Nonnenmacher, das durch sein abendliches Unterhaltungsprogramm auch immer mehr jugendliches Publikum anzieht. Alle Vertragspartner sind an einer Fortsetzung des Vertragsverhältnisses interessiert. Das Feuerwerk zieht Tausende von Zuschauern in seinen Bann und „enttäuschte auch in diesem Jahr nicht“.
