Mittwoch, 23. Mai 2012

Bernd Knapper verabschiedet


Bernd Knapper als Feuerwehrmann. Foto: Mayer
Bernd Knapper als Feuerwehrmann. Foto: Mayer

Vaihingen (my) – Tief bewegt nahm der langjährige stellvertretende Schulleiter des Friedrich-Abel-Gymnasiums in Vaihingen, Bernd Knapper, am Dienstag Abschied von seiner Schule.
Mehr als dreißig Jahre war der scheidende Konrektor am FAG tätig gewesen, davon mehr als zwanzig Jahre im Amt des Stellvertreters, der die Geschicke der Schule entscheidend mitbestimmt hatte. Dafür dankten ihm alle am Schulleben Beteiligten, angefangen von Oberbürgermeister Gerd Maisch über den derzeitigen Schulleiter Hans-Joachim Sinnl, die Elternschaft, das Lehrerkollegium bis hin zu den mittlerweile fast 1100 Schülern des Gymnasiums.
Diese hatte für den beliebten Pädagogen einen furiosen Abschied vorbereitet. Der begann bereits auf dem Weg zur Schule, denn diesen durfte Bernd Knapper an diesem Tag im Feuerwehrauto zurücklegen. Die Symbolik lag für die Schüler offensichtlich auf der Hand, denn sie hatten den Konrektor stets als einen Menschen erlebt, der da war, wenn's im Schulbetrieb „irgendwo brannte“. Von der großen Drehleiter aus blickte er in schwindelnder Höhe auf die Schule und auf sein Konterfei, das von unzähligen Schülern wie ein Puzzle zusammengesetzt wurde.
Viel Unterhaltsames hatte man sich für den Ruheständler ausgedacht, so etwa ein Theaterstück, gespielt von der Klasse 10a, einen Rap, einen Bauchtanz, viel Musik und ebenso viele Geschenke.
So wurde das FAG für die restlichen Schultage in „Bernd-Knapper-Gymnasium“ umbenannt und sein Stern ziert ab sofort den neu eröffneten „Walk of Fame“. Dort prangt sein Name auf einer Steinplatte, gestiftet von Steinmetz Lothar Morlock.
Nicht nur der Schulleiter würdigte seinen scheidenden Kollegen mit bewegenden Worten, auch die Schüler fanden treffende Attribute. So hatten sie den Lehrer für Mathematik und Physik nicht nur als „mathematisches Superhirn“ erlebt, sondern auch als „Stundenplangott“ und Lehrer, bei dem sogar Mathematik Spaß machen kann. Dafür musste ein neuer Name aus der Taufe gehoben werden: die „Knappermathik“.
In einer anschließenden Feierstunde bot sich den Kollegen und ehemaligen Weggefährten des allseits geschätzten Studiendirektors die Gelegenheit, zum bevorstehenden Ruhestand alles Gute zu wünschen. Der Chor der Lehrerinnen und Lehrer tat dies frei nach „Der fliegende Holländer“ mit der Aufforderung: „Steuermann, lass die Wacht, weil jetzt die Rente lacht!“ und dankte so einem humorvollen, kompetenten und engagierten Vollblutlehrer für seinen jahrzehntelangen Einsatz zum Wohl von Schülern, Eltern und Lehrern.


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