Horrheim (pv) – Wie die im Vaihinger Stadtteil Horrheim ansässige Firma Ingersoll Werkzeuge GmbH mitteilt, wird diese in den nächsten Monaten ihre Büro- und Produktionsfläche um rund 2800 Quadratmeter erweitern.
Der zur weltweit agierenden IMC-Gruppe gehörende Spezialist für innovative Werkzeugtechnik unterstreicht damit seinen Willen, auch in Zukunft im Wirtschaftsraum Vaihingen aktiv zu sein. Freude über die Nachricht aus der Konzernleitung herrscht auch im Vaihinger Rathaus: „Die Erweiterungspläne der Ingersoll GmbH sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Branchenvielfalt und der Leistungsfähigkeit unserer Stadt“, so das Vaihinger Stadtoberhaupt Gerd Maisch.
Das Unternehmen, hervorgegangen aus der Innotool Innovative Werkzeuge GmbH in der Horrheimer Florianstraße, gilt als Spezialist für Entwicklung und Produktion von Standard- und Sonderwerkzeugen für die Zerspanung. 1994 in Mühlacker gegründet, wurde zwei Jahre später in Horrheim eine eigene Produktion mit damals 17 Mitarbeitern aufgebaut. Dank eines kontinuierlichen Umsatzwachstums und einer permanenten Aufstockung der Fertigungskapazitäten wuchs die Zahl der Beschäftigten bis zur zweiten Jahreshälfte 2000 auf zwischenzeitlich 61 Beschäftigte an. Die dadurch notwendig gewordene Vergrößerung der Produktions- und Bürofläche konnte damals noch am bestehenden Standort durchgeführt werden. 2001/2002 hat die Innotool die Ingersoll Werkzeuge in Burbach gekauft. Im hessischen Haiger entstand ein neuer Hauptsitz, der im November 2002 bezogen wurde. Der für beide Firmen eingesetzte Geschäftsführer Armin Engelhardt verstand es von Anfang an, die Synergieeffekte beider Häuser zu nutzen: Horrheim als Spezialist für Standardprodukte, Haiger spezialisiert auf Sonderwerkzeuge und Projekte. Der Erfolg zeigte sich in wachsenden Marktanteilen und weiter steigenden Umsätzen. Inzwischen firmieren beide Firmen unter demselben Namen: Aus Innotool wurde Ingersoll Niederlassung Süd.
Das Umsatzziel von Ingersoll liegt für 2008 bei 100 Millionen Euro – ein durchaus realistisches Ziel, das allerdings nur mit einer weiteren Erhöhung der Maschinen- und Personalkapazitäten erreicht werden kann. In dem Gebäude in der Florianstraße 17 in Horrheim sind inzwischen 72 Mitarbeiter beschäftigt – Tendenz steigend. Wieder einmal platzt der Standort Horrheim aus allen Nähten. Auf der langen Suche nach räumlichen Alternativen – eine nochmalige Erweiterung des bestehenden Gebäudes war nicht mehr möglich – wurde die Geschäftsführung schließlich im November 2007 fündig. In unmittelbarer Nähe zur vorhandenen Fertigungsstätte stand eine Fertigungshalle mit rund 2800 Quadratmetern Nutzfläche zum Verkauf. Der Kauf ist inzwischen beurkundet; die erworbene Halle wird in den nächsten Monaten den technischen Bedürfnissen sowie den optischen Standards des Unternehmens angepasst. Alles in allem bedeutet dieser Schritt eine Investition von mehreren Millionen Euro in den Standort Horrheim.
Neben der Erweiterung der Büro- und Produktionsflächen bietet sich dem Unternehmen künftig auch die Möglichkeit, mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Ausgebildet werden CNC-Zerspanungsmechaniker in der Fachrichtung Frästechnik, ein äußerst gefragtes Berufsbild mit Zukunft und vorbildlichen Weiterbildungsmöglichkeiten. Hierzu Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Wir brauchen gut ausgebildete Arbeitnehmer, die in der Lage sind, flexibel auf die gestellten Anforderungen zu reagieren. Die Ankündigung der Ingersoll Werkzeuge GmbH, mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, ist angesichts des vorherrschenden Facharbeitermangels mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung.“
