Mittwoch, 23. Mai 2012

Schützingen wird von Besuchermassen überrollt


Diese Ensinger machten die Straße mit ihren Motorrädern unsicher.
Ein altes Feuerwehrfahrzeug aus Kirchheim unter Teck. Fotos: Schmid

Schützingen (phs) – Der Turnverein Schützingen und der Gesangverein Frohsinn feiern dieser Tage ihr 100-jähriges Bestehen. Gestern rollte deshalb ein Festzug mit rund 1400 Teilnehmern durch den kleinen Illinger Teilort. Die Erwartungen der Veranstalter wurden bisher weit übertroffen.

Alex Malucha ist zufrieden. Bisher ist beim Jubiläumsfest des Schützinger Turnvereins, dem Malucha vorsitzt, und dem Gesangverein Frohsinn alles so über die Bühne gegangen, wie es geplant war. Selbst beim Festzug, der gestern durch den kleinen Ort rollte, gab es keine Probleme. Dank der guten Organisation. Es nur zu gut verständlich, dass sich die beiden Vereine zum 100-jährigen Jubiläum keine Peinlichkeiten leisten wollten.

Genau 65 Gruppen waren gestern beim Festzug durch Schützingen mit von der Partie. Die Gesamtteilnehmerzahl betrug rund 1400 Menschen. Die größte Gruppe stellte der TSV Zaisersweiher mit knapp 100 Läufern. Den weitesten Weg hatte der Verein für historische Feuerwehr-Fahrzeuge aus Kirchheim unter Teck.

Überall wehten bunte Fahnen und Bänder, Bonbons flogen durch die Luft und die teilnehmenden Wengerter verschenkten ihren Wein in kleinen Gläschen. Für besondere Hingucker sorgten eine Gruppe aus Ensingen, die die Straßen mit ihren kleinen Motorrädern des Typs „NSU Fox“ unsicher machten, der Reitverein Maulbronn, der mit waschechten Pferden am Umzug teilnahm und die Veranstalter selbst, mit ihren toll geschmückten Wagen.

Doch nicht nur die Festzugsteilnehmer kamen in Scharen, auch an Besuchern mangelte es in Schützingen nicht: „Wir wurden von den Besuchern beinahe überrannt“, sagte Alex Malucha gestern Abend. Mit 2500 Besuchern hatten die Veranstalter beim besten Willen nicht gerechnet. Im Festzelt wurde deshalb schnell nach Essensnachschub gefragt. „Der Ansturm war gigantisch, wir mussten Würste nachbestellen“, freute sich Malucha.

Und auch die beiden ersten Festtage seien gut gelaufen. Am Freitag kamen etwa 600 Gäste, am Samstag waren es mehr als 850. Probleme gab es keine. „Wir sind froh, dass es keine Rangeleien oder Parkplatzprobleme gab.“ Das Highlight am Samstag war eine Illumination in den Weinbergen von Schützingen. Ein Pyrotechniker hatte in großen Ziffern die Zahl 100 in den Weinbergen aufleuchten lassen. „Das sah klasse aus“, fasste Malucha zusammen.

Mit dem gestrigen Umzug ist das Festtreiben in dem kleinen Ort aber noch lange noch nicht vorbei. Heute wollen die Veranstalter nachlegen: Auf dem Programm steht ab 20 Uhr der Auftritt der Showand „Blaumeisen“. Und die sorgen bekanntlich für gute Stimmung.


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