Vaihingen (aa) – „A bissle stolz sind wir schon auf das, was da auf die Beine gestellt wird.“ Oberbürgermeister Gerd Maisch verhehlt seine Freude nicht, dass es geklappt hat mit dem 1. Kultursommer in Vaihingen. Vom 11. bis 20. Juli soll es direkt an der Enz einen besonderen Leckerbissen für alle Kulturfreunde geben.
„Eine Stadt, die Vaihingen an der Enz heißt, muss ihr Bewusstsein für den Fluss stärker herausstellen“, sagt der OB. Entstanden ist eine Open-Air-Veranstaltungsreihe, die direkt am Enzufer in den Köpfiwesen ein breites Spektrum an Veranstaltungen und Darbietungen bietet. Im Rücken die Enz, vorne die Kulisse des Kaltensteins. Wenn das keine Reize hat!
Ursprünglich gab es die Idee, das Thema Flößerei umzusetzen, doch das gestaltete sich schwierig. Im Laufe der letzten Monate kristallisierte sich die Version mit dem Kulturangebot am Enzdamm in den Köpfwiesen heraus. Sogar der Gemeinderat zickte nicht groß, genehmigte über den normalen Etat hinaus einen möglichen Abmangel bis zu 25000 Euro. So kann mit einem Gesamt-Budget von 65000 Euro kalkuliert werden. Viel für Vaihinger Verhältnisse. Verschiedene Betriebe konnten von der Idee überzeugt werden und brachten sich als Sponsoren ein. „Es war eine sehr angenehme Erfahrung“, betont der OB, „die Firmen identifizieren sich mit der Stadt.“ Durchführen will man den Kultursommer übrigens im Zwei-Jahres-Turnus im Wechsel mit dem Strandleben.
Enge Verbundenheit
zur Stadt
Eigentlich sollte der Kultursommer an zwei Wochenenden über die Bühne gehen. „Daraus sind jetzt zehn Tage geworden“, freut sich Martin Morczinietz, noch Leiter der Schul-, Kultur- und Tourismusabteilung bei der Stadt Vaihingen. Er sei auf ein großes Interesse gestoßen. Ausnahmslos einheimische Künstler werden auf der Bühne in den Köpfwiesen zu erleben sein. „Sie bringen ihre enge Verbundenheit zur Stadt unterm Kaltenstein zum Ausdruck“, freut sich Morczinietz, der zusammen mit Wirtschaftsförderer Thorsten Leupold die Fäden gesponnen hat. Mit ins „Boot“ geholt haben die beiden auch örtliche Gastronomen, die in zwei luftigen Zelten die Gäste verwöhnen wollen.
Wie ist der Vaihinger Kultursommer zu erreichen? Am besten über das Parkhaus/Parkgelände Innenstadt am Mühlkanal. Vorbei am Spielplatz geht es immer entlang der Enz. Nach 200 bis 300 Metern ist die Kultur-Arena erreicht. Aufgebaut wird eine Zuschauertribüne mit 324 Sitzplätzen (ohne Dach).
Tanz, Theater, Gesang, Kino, Kinderspiele – und zum Abschluss ein großes Feuerwerk mit Musik sind zu erleben. Gerd Maisch verbreitet ungebremsten Optimismus: „Das wird eine runde Sache.“ Seine Macher haben auf einen Plan B (oder muss man eher Plan R für Regen sagen?) verzichtet. Das ist das Schicksal aller Open-Air-Veranstalter. „Das Konzept ließe sich an einem anderen Platz – etwa in der Stadthalle – nicht umsetzen“, sagt der Kulturamtsleiter, „und im Fall des Falles gibt es auch keinen Nachholtermin. Uns gehen die Termine aus.“ Bei leichtem Regen werden halt Regenschutz-Capes angeboten. Wenn‘s aus Kübeln schüttet, wird abgesagt.
Wie läuft der Vorverkauf? „Für eine Open-Air-Veranstaltung ganz gut“, sagt Martin Morczinietz, „da warten die Besucher in der Regel die Wetterprognosen ab.“ Speziell aber das Feuerwerk mit Musik am 20. Juli ist stark nachgefragt. Wer dafür Karten will, muss sie sich mit Sicherheit im Vorverkauf besorgen – oder halt von außerhalb zugucken. Das sind die Termine des Kultursommers am Enzdamm:
11. und 20. Juli, jeweils 21.30 Uhr
Trommelrhythmen mit „Big Bom“
12. Juli, 16.30 Uhr
Chorgesang am Enzdamm
anschließend ab 19 Uhr auf dem Marktplatz Serenade zum 175-jährigen Bestehen des MGV Vaihingen
13., 18. und 19. Juli, 21 Uhr
Theaterhaus Vaihingen, „Ruhe, wir stürzen ab“ von Dario Fo
14 bis 16. Juli, ab 20 Uhr
Open-Air-Kino „Free Rainer“, „Auf der anderen Seite“, „Die Fälscher“
17. Juli, 21 Uhr
Frank-Sinatra-Nacht mit der Bigband
des Musikvereins Vaihingen
20. Juli, 14 Uhr
Kindernachmittag mit dem
Theater Dimbeldu
20. Juli, 23 Uhr
Feuerwerk mit Musik
