Mittwoch, 23. Mai 2012

Vaihinger Chöre "Singen für Haiti"




Gauchormeister Werner Dippon organisiert ein Benefizkonzert für die Überlebenden des Erdbebens von Haiti. Foto: Elsässer
Gauchormeister Werner Dippon organisiert ein Benefizkonzert für die Überlebenden des Erdbebens von Haiti. Foto: Elsässer

Vaihingen/Illingen (elf) – Mit einem Benefizkonzert will Gauchormeister Werner Dippon aus Illingen den Überlebenden des verheerenden Erdbebens in Haiti helfen. Am Sonntag, 21. Februar, werden um 17 Uhr in der Vaihinger Stadtkirche sämtliche Chöre der Stadt unter dem Motto „Singen für Haiti“ auftreten.
Über 150000 bestätigte Todesopfer, mindestens genauso viele Verletzte, Obdachlosigkeit, Hunger, Krankheiten – die Auswirkungen der Erdbeben-Katastrophe auf der Karibikinsel Haiti sind unvorstellbar. Enorm ist auch die weltweite Bereitschaft zu helfen. Auch Inge und Werner Dippon aus Illingen haben sich überlegt, auf welche Weise sie einen Beitrag zur Hilfe leisten können und kamen auf den Gedanken, ein Benefizkonzert zu veranstalten.
Kaum war die Idee geboren, machte sich der Gauchormeister und Dirigent des Liederkranzes Enzweihingen daran, die Veranstaltung zu organisieren. Gleich der erste Anruf bei Dekan Hartmut Leins war von Erfolg gekrönt. Das Vaihinger Kirchenoberhaupt signalisierte seine Bereitschaft, am 21. Februar durch das Programm zu führen. Auch die Vaihinger Chöre des Chorverbands Enz (Gesangverein Eintracht Aurich, Gesangverein Ensingen, Liederkranz Enzweihingen, Liederkranz Gündelbach, MGV Sängerbund Horrheim, Liederkranz Kleinglattbach, Sängerbund Riet, Liederkranz Roßwag, Freundeskreis Kammerchor Vaihingen, Vaihinger Männerchor) sowie der Männer-Projektchor zeigten sich dem Benefizkonzert gegenüber aufgeschlossen. „Vom Grundsatz her sind alle dabei“, sagt Werner Dippon, der nur noch auf die letzten verbindlichen Zusagen wartet. Für ein Konzert am 21. Februar sei es zugegebenermaßen etwas kurzfristig. „Doch das darf man auch nicht ewig vor sich herschieben“, weiß der Gauchormeister. Er ist froh über seine guten Verbindungen zu den hiesigen Gesangsvereinen und freut sich über die breit gefächerte Teilnahmebereitschaft: „Ich bin den Vereinen sehr dankbar, dass sie mitmachen.“
Geistliche Musik wird am 21. Februar in der Stadtkirche im Vordergrund stehen. Jeder teilnehmende Chor wird voraussichtlich zwei Lieder aus seinem Repertoire singen. Denkbar auch, dass es Kooperationen einzelner Chöre gibt. Am Ende des etwa zweistündigen Chorkonzerts singen alle Mitwirkenden gemeinsam „Gnade“ von Gotthilf Fischer. Gut möglich, das Deutschlands berühmtester Chorknabe auch dabei sein wird. Zumindest hat Werner Dippon seinen Duz-Freund schon eingeladen: „Wenn er Zeit hat, wird er es einrichten.“
Eintritt soll keiner verlangt werden. Dafür werden Spendenkassen aufgestellt, in die jeder Zuhörer seinen Betrag reinwerfen kann. An welche Organisation das Geld anschließend weitergeleitet wird, muss Dippon noch eruieren. „Ziel ist es, dass das Geld dahin kommt, wo es hingehört“, so der Dirigent. Viele Leute, da ist er sich sicher, würden gerne spenden, wissen aber nicht, wo sie sich hinwenden sollen. Dippon: „Wir bieten dafür ein Forum.“ Jetzt benötigt er noch Sponsoren, die ihm die Werbung für das Konzert ermöglichen. Noch in dieser Woche möchte sich Dippon auf die Akquise machen, freut sich aber auch, wenn man den Kontakt zu ihm aufnimmt. Letztendlich sei es egal, in welcher Form man sich an dem Benefizkonzert beteiligt: Am Ende bekomme jeder Mitwirkende das Gefühl, auch etwas getan zu haben.




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