Vaihingen (aa). „Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“ Unter diesem Motto steht der Maientag 2010. Der Stadtteilausschuss Vaihingen hat sich gestern Abend mit großer Mehrheit für den Vorschlag von Rudolf Strom, ehemaliger Bürgermeister von Horrheim, ausgesprochen. Das Zitat stammt von Henry Sokal.
In der Endauswahl standen noch Zitate von Hermann Hesse („Wo befreundete Wege zusammenlaufen, da sieht die Welt für eine Stunde wie Heimat aus“) und Jean Paul („Ein froher Sinn ist wie der Frühling. Er öffnet die Blüten der menschlichen Natur“).
Oberbürgermeister Gerd Maisch eröffnete die Sitzung mit dem Verlesen der Leitgedanken – so sieht es das Protokoll vor. Am Ablauf des Vaihinger Nationalfestes an Pfingsten wird nichts geändert – obwohl es wieder einmal einen vorsichtigen Versuch gab, über den Gottesdienst mitten im Festzug nachzudenken. Armin Nonnenmacher könnte sich die Feier in der Kirche auch vor dem Umzug vorstellen. „Das würde die Schulen entlasten“, bekam er Beifall von Heide Bolter, Rektorin der Grundschule Ensingen. Doch ins Detail wollte niemand gehen. Gerd Maisch: „Das würde auch den ganzen Ablauf verändern.“ Man müsse das in kleiner Runde überlegen. Eberhard Zucker warnte indessen vor einer Änderung: „Der Maientag würde etwas verlieren. Der Gottesdienst in der Mitte ist schon etwas Einmaliges.“
Bei den Rahmenveranstaltungen fehlt diesmal das Matinee-Konzert der Jugendmusikschule in der Peterskirche (Sonntag). Musikschulleiter Peter Kopp will auf einen zweijährigen Turnus raus. Für den Seniorennachmittag am Samstag werden noch Gruppen gesucht, die zum Bühnenprogramm beitragen. Wer am Festzug mitwirken will, sollte sich bis Ende Januar bei der Stadtverwaltung melden.
Ob nicht auch die Waldorfschule in den Flößertanz eingebunden werden könnte, war eine Frage von Wilfried Breit. „Wir haben leider nur fünf Ringe, die schon von den zwei Gymnasien, den beiden Realschule und der Schlossbergschule besetzt sind“, musste Organisator Paul Rodach bedauern. Elisabeth Lampl-Hegazy hat im Kostümfundus viele Schätze entdeckt. „Da könnten sich doch neue Umzugsbilder zusammenfinden“, war ihre Anregung.