Illingen (elf) – Zwölfmal im Jahr veranstaltet der Kleintierzuchtverein Illingen einen Vogel- und Kleintiermarkt samt Frühschoppen. Am Sonntag hatte die Zuchtanlage in der Wilhelmstraße bereits zum 400. Mal geöffnet. Ein Jubiläum, das gefeiert werden musste.
Norbert Mannhardt vom Illinger Kleintierzuchtverein pries heiße Rote wie sauer Bier an. Kein Wunder, denn erstens hatte er zu viele im Angebot – das Schneewetter hielt viele Besucher davon ab, den Weg nach Illingen anzutreten. Zweitens schmecken die Würste einfach hervorragend. „70000 Rote haben wir in den vergangenen 33 Jahren verkauft“, rechnete Mannhardt vor.
Doch im Mittelpunkt standen auch am vergangenen Sonntag nicht die leckeren Würste, sondern Vögel, Kaninchen, Hühner, Tauben. Die Züchter nehmen beim Kleintiermarkt die Gelegenheit wahr, ihre überzähligen Tiere an Interessenten abzugeben. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, sich nach Tieren besonderer Rasse oder Farbe umzusehen. Aus dem Umkreis von mehr als 100 Kilometer kommen die Leute angefahren, um Tiere zu tauschen. Pro Markt wechseln bis zu 200 Tiere den Besitzer.
Zugelassen sind lediglich Zuchttiere mit entsprechender Impfbescheinigung oder Beringung. Die strengen Regularien sind in einer 14 Punkte umfassenden Ausstellungsordnung aufgeführt. So müssen alle Tiere gesund sein, die Käfige dürfen nicht überbelegt sein, die Tiere müssen artgerecht untergebracht sein, zum Markt sind nur Liebhaber und Züchter aber keine Händler und gewerbliche Personen zugelassen.
Der Eintritt zum Vogel- und Kleintiermarkt ist frei. „Wir leben vom Verkauf der Würste und des Kaffees“, sagte Norbert Mannhardt. Der Tiermarkt sei für das Überleben des Vereins unverzichtbar. Ohne die Einnahmen hätten die Illinger Kleintierzüchter Schwierigkeiten, ihr Vereinsheim in Schuss zu halten. Die leckeren Würste kann man übrigens auch im Rahmen des Frühschoppens probieren. Züchter braucht man hierfür nicht zu sein…
