Mittwoch, 23. Mai 2012

Rauchmelder rettet Leben




Dieses Haus in Illingen ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Foto: Elsässer
Dieses Haus in Illingen ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Foto: Elsässer

Illingen (elf) – Ein Rauchmelder hat gestern Nachmittag einer betagten Illingerin vermutlich das Leben gerettet. Als es in ihrem Haus in der Benzstraße (Wohngebiet Schweichling) brannte, schaltete sich das Gerät lautstark ein und weckte die schlafende Greisin, die sich zu ihren Nachbarn retten konnte.
In ihrem Wohnzimmer hatte eine 81-Jährige offenbar eine Kerze angezündet und war dann eingeschlafen. Als es schon richtig brannte und sich starker Qualm entwickelte, schlug der Rauchmelder an und weckte die Frau gegen 13.45 Uhr. Sie flüchtete aus dem Haus und ging zu ihren Nachbarn, die die Feuerwehr alarmierten.
Sechs Fahrzeuge der Illinger und Schützinger Feuerwehr rückten mit 30 Leuten an, um das Feuer zu löschen. Aus Mühlacker wurde zur Sicherheit das Drehleiterfahrzeug angefordert. Die aus Maulbronn anfahrende Führungsgruppe konnte auf dem Weg nach Illingen wieder abdrehen, als klar war, dass kein Menschenleben in Gefahr war.
Schon von weitem waren die Flammen zu sehen, als die Rettungskräfte anrückten. Sechs Mann stürmten mit Atemschutz und drei Wasserrohren ins Haus. Schnell entdeckten die Floriansjünger, dass sich der Brandherd im Wohnzimmer befand. „Wir konnten entspannter arbeiten als klar war, dass sich die Frau nicht mehr in ihrem Haus befindet“, berichtete Einsatzleiter und Abteilungskommandant der Illinger Wehr Gerd Schmidt.
Nur kurze Zeit nach ihrem Eintreffen hatten die Einsatzkräfte das Feuer bereits unter Kontrolle und gelöscht. Eine Gefahr für die benachbarten Häuser habe nicht bestanden, sagte Schmidt. Nachdem das Feuer gelöscht war, hat die Feuerwehr den Rauch mit großen Lüftern aus dem Haus geblasen. Da allerdings der Wohnbereich des Hauses zum Esszimmer und zur Küche hin offen ist und außerdem das gesamte Dachgeschoss verraucht war, wurde das Haus durch den Brand unbewohnbar. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 100000 Euro.
Die 81-jährige Hausbesitzerin wurde vom Notarzt sofort untersucht. Ob sie noch ins Krankenhaus gebracht wurde, war nicht zu erfahren. Lebensgefahr bestand nach Auskunft des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsgruppe Mühlacker, das mit vier Fahrzeugen und acht Personen vor Ort war, nicht. Die Polizei Mühlacker rückte mit einer Streifenwagenbesatzung an.

 




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