Oberriexingen (elf) – Brennholz ist und bleibt ein begehrtes Gut. Dies zeigte sich einmal mehr beim Verkauf am Samstag im Oberriexinger Reutwald. Rund 80 Interessenten sorgten bei der Versteigerung an der neuen Waldhütte dafür, dass die Preise mehr als 20 Prozent über dem Anschlag lagen.
„Für einen Holzverkauf ist das Wetter ideal“, sagte Revierförster Ulrich Weik angesichts eisiger Temperaturen und einer weißen Schneedecke. Schade nur, dass sich einige Kaufinteressenten vom Schnee davon abhalten ließen, den Weg zur Waldhütte anzutreten. Dort gab es neben einem Schwedenfeuer auch Warmes für den Bauch, denn der Gesangverein Vulkania Oberriexingen sorgte dieses Jahr für die Bewirtung.
Im Angebot hatten Bürgermeister Werner Somlai und Förster Weik 133,60 Festmeter Brennholz lang in 58 Verkaufslosen sowie 22 Flächenlose mit einer Holzmenge von rund 90 Raummetern. Und obwohl das Holz, das bereits Ende November/Anfang Dezember geschlagen wurde, von einer dicken Schneeschicht zugedeckt war, ließen sich die Käufer vom Bieten nicht abhalten. Kein Wunder, schließlich konnten sie sich bereits in den vergangenen Tagen ein Bild von der Holzqualität machen. „Weil sich die Leute das Holz vorher anschauen, haben wir unsere Vorbereitungen für den Holzverkauf rechtzeitig abgeschlossen“, sagte der Revierförster.
Mit dem Zustand des Holzes konnten die Bieter zufrieden sein. „Die Qualität ist ordentlich“, wusste Weik, der Buchen- und Eichenholz sowie Holz von Hartlaubsorten wie Ahorn und Esche bereitstellte. Während der Anschlagspreis bei der Buche bei 53 Euro pro Festmeter lag, wurde beim Rest bei 48 Euro pro Festmeter gestartet. Fleißig hielten die Kaufinteressenten bei der Versteigerung ihre Hand hoch, so dass am Ende für den Festmeter Brennholz ein Durchschnittspreis von 60,51 Euro erzielt wurde. Dies erbrachte Einnahmen in Höhe von 8084 Euro. Spitzenpreise von über 75 Euro wurden sogar erzielt, ein Los ging sogar für 77,77 Euro/Festmeter weg.
Ähnliches Bild bei den Flächenlosen. Einige davon gingen zum Anschlag weg, andere wurden hoch gesteigert. Der Spitzenpreis lag hier bei 210 Euro. Der erzielte Durchschnittspreis für den Raummeter lag bei den Flächenlosen bei 19,03 Euro, was einem Festmeterpreis von 37,65 Euro entspricht. Die Einnahmen lagen hier bei 1732 Euro. Damit erzielte die Stadt Oberriexingen Gesamteinnahmen in Höhe von 9816 Euro, womit sowohl Bürgermeister Werner Somlai als auch Revierförster Ulrich Weik sehr zufrieden waren, zumal bei einigen anderen Verkäufen in der Region nicht das gesamte Holz abgesetzt werden konnte.
Holz, das bei regionalen Versteigerungen nicht verkauft wird, bekommt der Förster dennoch los. Schließlich liegen ihm Bestellungen von diversen Großkunden über insgesamt rund 500 Festmeter Holz vor. Die bekommen es dann mit einem Zuschlag von zehn Prozent auf den Anschlagpreis. „Das wäre sonst unfair den Kunden gegenüber, die sich die Mühe machen und zum Verkaufstermin erscheinen“, sagte Ulrich Weik.
Ein weiterer Holzverkauf findet am 30. Januar in Enzweihingen statt.
