Vaihingen (aa) – Führungswechsel im Vaihinger Karl-Gerok-Stift (KGS): Hausdirektorin Ute von Querfurth ist gestern verabschiedet worden. Sie hatte das KGS der Evangelischen Heimstiftung (EHS) seit Juli 2002 geleitet und mit ihrem Team die stressige Zeit des Neubaus zu bewältigen. Neuer Heimdirektor ist Martin Walter, bisher Leiter des „Haus am Schlösslesbrunnen“ in Sersheim.
„Wir lassen Sie ungern ziehen“, meinte Dr. Wolfgang Wanning, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung. „Sie haben den guten Ruf dieses Altenzentrums gefestigt und erhalten.“
Ute von Querfurth (45) war im Jahre 2000 zur Heimstiftung gekommen. Nach dem Studium der Theologie hatte sie eine Ausbildung zur Altenpflegerin absolviert, war dann im Stuttgarter Karl-Wacker-Heim und später im Haus an der Metter in Bietigheim-Bissingen als Heimassistentin tätig gewesen. Berufsbegleitend hatte sie Pflegemanagement studiert. „Das waren beste Voraussetzungen, um bei uns Karriere zu machen“, meinte Wanning. Allerdings steigt von Querfurth nicht bei der Heimstiftung die Karriereleiter hinauf. Sie wechselt zur Stuttgarter Telefon-Seelsorge.
Ihr Nachfolger in Vaihingen, wo 132 Plätze angeboten werden, ist Martin Walter (47), bisher in Sersheim tätig. Walter ist gelernter Krankenpfleger. Er hat sich dann zur Pflegedienstleitung ausbilden lassen und hat viele Jahre das Pflegereferat der Hauptverwaltung geleitet. Ab 2001 war er Qualitätsmanagment-Beauftragter der EHS. Im Juli 2007 hatte er die Hausdirektion in Sersheim übernommen, 2008 wurde Walter zudem zum Diakon eingesegnet.
Umrahmt von Klängen des Ensembles Fred Schuster sprachen gestern unter anderem Dekan Hartmut Leins und Oberbürgermeister Gerd Maisch Grußworte. „Sie hatten bei uns einen Stein im Brett“, meinte Leins, der als Geschenk einen Stein mit rauer und schöner Seite übergab. „Wir haben Ihre Arbeit bewundert, Ihre fröhliche, offene und unkomplizierte Art hat uns beeindruckt“, fand er an die Adresse von Ute von Querfurth. Gerd Maisch bezeichnet sie als „Seele des Hauses“. Der Ersatz-Neubau werde immer mit ihrem Namen verbunden bleiben. Mit fachlicher und sozialer Kompetenz sowie großem Ideenreichtum habe von Querfurth das KGS zu dem gemacht, was es ist. „Behalten Sie uns in guter Erinnerung!“, war die Bitte des OB.
Ute von Querfurth lobte vor allem den Geist, der im KGS entstanden ist: „Wenn Menschen einen Sinn an der gleichen Sache erkennen, kann etwas Großes entstehen.“ Die Idee vom gemeinsamen Leben und Arbeiten habe begeistert. Einen großen Anteil hätten dabei die Ehrenamtlichen.
Eine Nachfolgeregelung für das Sersheimer Haus am Schlösslesbrunnen ist in Arbeit; die neue Heimleiterin soll im September ihren Dienst antreten, übergangsweise führt Regionaldirektor Walter Kohler die Einrichtung.
